Bahnpläne:

Muss der Güterbahnhof jetzt bald schließen?

Vorbei sind wohl die Zeiten, in denen in Neustrelitz Güter umgeschlagen werden konnten. Die DB Cargo beabsichtigt anscheinend, sich von dem Güterbahnhof zu trennen.

Bald wohl endgültig abgekoppelt: der Güterbahnhof in Neustrelitz.
Anett Seidel Bald wohl endgültig abgekoppelt: der Güterbahnhof in Neustrelitz.

Rückzug aus Neustrelitz. Die DB Cargo will wohl bundesweit 215 Güterbahnhöfe schließen. Das wusste der Südwest-Rundfunk (SWR) jüngst zu berichten. Dem Neustrelitzer Stadtvertreter Falk Jagszent fiel in der Streichliste sofort ein Name auf: Neustrelitz. Jetzt hat er im Namen der Fraktion PuLS/FDP/Grüne darauf reagiert und zunächst eine Anfrage an die Stadt gestellt, um Näheres zu erfahren. Im Landkreis ist nicht nur Neustrelitz betroffen, sondern auch Waren, Malchow und Sponholz.

In der Stadt selbst ist das Vorhaben wohl noch nicht bekannt. Aus der Pressestelle des Rathauses heißt es nur: Betreiber des Südbahnhofes ist die Firma Eisenbahnlogistik. Eine Anfrage bei dem Unternehmen blieb ebenfalls unbeantwortet. Wann die letzten Güter in Neustrelitz umgeschlagen werden, ist fraglich. Aus der Liste geht lediglich hervor, dass das Prozedere als wirtschaftliche Optimierung im Nahbereich gilt und an den betroffenen Bahnhöfen im Zuge dessen die Bedienung eingestellt werden soll.

Fakt ist, dass am Neustrelitzer Südbahnhof seit Langem das Gras zwischen den Gleisen wachsen kann. Güterzüge fahren zwar, aber umgeschlagen wird in Neustrelitz wohl kaum noch etwas. Beton-Bahnschwellen lagern mannshoch entlang der Gleise. Die Umschlagplätze von einst liegen brach. Am Südbahn-Gebäude befindet sich eine Cocktail- und Sishabar. Pendler nutzen die vielen freien Plätze zum Parken. Gearbeitet wird hier nicht.

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