Prozessbeginn:

Nach Geldregen und Hausbrand steht 56-Jähriger vor Gericht

Ein Mirower muss sich am Mittwoch vor dem Warener Amtsgericht verantworten. Er steht im Verdacht, sein eigenes Haus angesteckt zu haben, damit seine Ex-Frau es nicht bekommt.

Vor einem Jahr brannte das Wohnhaus des Angeklagten vollständig aus. Der Mann steht im Verdacht, sein Haus selbst angezündet zu haben.
Susanne Böhm Vor einem Jahr brannte das Wohnhaus des Angeklagten vollständig aus. Der Mann steht im Verdacht, sein Haus selbst angezündet zu haben.

Die unglaublichen Ereignisse, die sich im Juli 2015 in Mirow zutrugen, beschäftigen ab dieser Woche das Amtsgericht in Waren. Der Campingplatzbesitzer, dessen 200.000 Euro in einer Baumkrone gefunden wurden und dessen Haus kurz darauf vollständig ausbrannte, muss sich ab Mittwoch wegen des Verdachts der Brandstiftung verantworten. Für die Verhandlung sind zwei Zeugen und ein Gutachter geladen, teilte Gerichts-Sprecher Michael Stork mit. Bei Brandstiftung liegt der Strafrahmen bei einer Freiheitsstrafe zwischen einem und zehn Jahren. Die öffentliche Hauptverhandlung beginnt um 13.15 Uhr.

Im Sommer vor einem Jahr waren massenhaft 50-Euro-Scheine aus einem Baum gesegelt, der auf einem Campingplatz am Mirower See steht. Urlauber entdeckten den Geldregen und verständigten die Ordnungshüter. In einem Versteck in der Baumkrone fanden Feuerwehr und Polizei später 200.000 Euro. Das Geld war in einem Plastikrohr versteckt, das in 13 Metern Höhe am Baum angebracht war. Durch die Sommerhitze hatte sich der Verschluss des Rohres gelöst und das Geld war herausgefallen. Noch am Fundtag gab sich der Tourismusunternehmer als Besitzer des Geldes aus. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg beschlagnahmte den Schatz jedoch vorerst.

Eine Woche später brannte das Wohnhaus des Campingplatzbesitzers vollständig aus. Der 56-Jährige geriet in den Verdacht, das Geld im Baum versteckt zu haben, damit seine Noch-Ehefrau es nicht bekommt. Ein Brandgutachten erhärtete den Verdacht. Das Geld hat der Unternehmer inzwischen zurück. Er konnte nachweisen, dass es ihm gehört. Der Schaden am Haus wurde damals auf 150.000 Euro geschätzt.

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