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Nachplanung kostet mehr als 400.000 Euro

Aufgrund eines Klageverfahrens muss bei der Planung der Mirower Umgehungsstraße nachgebessert werden. Dabei sind bereits zwei Millionen Euro in das Projekt geflossen.

Durchschnittlich 1100 Lkw fahren täglich durch Mirow.
Felice Gritti Durchschnittlich 1100 Lkw fahren täglich durch Mirow.

In die Nachbesserung der Planungen der Umgehungsstraße Mirow flossen bis dato 170 000 Euro Mehrausgaben. Weitere 252 000 Euro sind noch veranschlagt, sodass die Umplanungen auf eine Summe von insgesamt 422 000 Euro hinauslaufen werden. Die Angaben stammen aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Torsten Koplin von der Fraktion Die Linke. Die Umplanung wurde nötig, weil gegen die alte Fassung für den Südabschnitt geklagt wurde.

Dass für die Nachbesserung Geld fließen muss, war klar. „Wir wollten mit der Anfrage aber auch deutlich machen, dass wir weiter dran bleiben und nicht locker lassen“, erklärte Koplin, der auch Mitglied der Bürgerinitiative Ortsumgehung Mirow ist. Zudem gehe es den Linken-Politikern darum zu signalisieren, dass eine Wiederholung der Probleme ausgeschlossen wird. „Wenn Fehler passiert sind und fachlich nicht korrekt gearbeitet wurde, darf so etwas nicht noch mal passieren“, so Koplin. Zudem wirft er die Frage auf, ob die Planungsbehörde personell ausreichend besetzt sei.

Die vom Gericht angeordneten Nacharbeiten betreffen vor allem Umweltbelange. „Und die sind wohl sehr aufwendig. Anfang 2018 könnte aber alles durch sein“, hat Koplin erfahren. Ohne die Nachbesserung flossen bisher etwas mehr als zwei Millionen Euro in die Planung der beiden Abschnitte der Umgehungsstraße. Das Thema Mehrausgaben für die Mirower Straßenplanung wird auch noch mal auf der Tagesordnung der nächsten Landtagssitzung stehen. Zwar hatte die Landesregierung Koplins Anfrage beantwortet, jedoch nicht fristgerecht. Als die Antwort kam, hatte er die Problematik zwischenzeitlich schon auf die Agenda des Landesparlaments heben lassen. „Der Antrag steht und ich will noch mal darüber diskutieren“, so Koplin.