Zu kalte Räume, zu weit weg von der Werkstatt:

Nationalpark-Info soll raus aus dem Gutshaus

Erst vor vier Jahren wurde die Nationalparkinformation in dem ehemaligen Gutshaus in Blankenförde eröffnet. Zuvor war das Gebäude saniert worden. Jetzt gibt es Umzugspläne. Die Stadt Mirow müsste dann einen Nachmieter finden, was in dem abgelegenen Dorf nicht leicht sein dürfte.

Erst 2012 wurde die Nationalparkinformation in dem ehemaligen Gutshaus in Blankenförde eröffnet.
Susanne Böhm Erst 2012 wurde die Nationalparkinformation in dem ehemaligen Gutshaus in Blankenförde eröffnet.

Die Nationalparkinformation in Blankenförde, die in den Jahren 2006 bis 2012 für rund 500 000 Euro saniert wurde, könnte bald leerstehen. Der Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL) plant, den Mietvertrag mit der Stadt Mirow zu kündigen und stattdessen auf einer landeseigenen Fläche am Ortsrand einen eigenen Nationalpark-Stützpunkt mit Technikhalle, Büroräumen, Kühlzelle und Touristinformation zu bauen.

„Wir wollen alles konzentriert an einem Ort haben“, erklärte Heike Männel, Sachgebietsleiterin Innerer Dienst im Müritz-Nationalparkamt. „In unserem jetzigen Technikstützpunkt in Langhagen wird immer wieder eingebrochen. Da müssen wir was machen.“ Langhagen liegt abgelegen im Nationalpark und hat nur noch wenige ältere Einwohner. Am Rande Blankenfördes hat der Nationalpark einen Holzverarbeitungsplatz und eine Kühlzelle. Die Nationalparkinformation hingegen liegt weiter drinnen im Dorf. „Ohne Mobilfunkverbindung haben die Mitarbeiter viele Lauf- und Fahrwege.“ Außerdem sei das Besucherzentrum so schlecht beheizbar, dass die Mitarbeiter im Winter in den Büros frieren. „Das kann nicht so weitergehen. Wir müssen einen geeigneten Standort finden.“ Die Pläne seien ganz am Anfang. Ob und wann das Vorhaben umgesetzt wird, lasse sich noch nicht einschätzen.

Mirows Stadtvertreter hatten auf ihrer jüngsten Sitzung zunächst zu entscheiden, ob sie mit dem Vorhaben einverstanden sind. Das Gremium konnte die Pläne jedoch ganz und gar nicht gutheißen. Für das 400 Quadratmeter große Gebäude, in das Fördermittel der EU und Eigenmittel des Landkreises sowie der inzwischen mit Mirow fusionierten Gemeinde Roggentin geflossen sind, lasse sich nur schwer ein neuer Mieter finden. „Das ist ein riesengroßes Objekt mit tollen Räumlichkeiten“, so Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP). Doch ihr Beschluss hat bestenfalls Signalwirkung, rechtlich keinen Bestand. Die Entscheidung treffen der Landkreis und das Land.

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