Fund vor der Haustür:

Naturfreund rätselt über tote Finken

Eine Tüte voll mit toten Grünfinken ist bei dem Neustrelitzer Naturschützer Erwin Hemke aufgetaucht. Spielt die Vogelgrippe eine Rolle? Eine wichtige Frage könnte der Finder der toten Vögel noch beantworten.

16 tote Vögel in einer Tüte - dieser Fund gibt Rätsel auf.
Tobias Lemke 16 tote Vögel in einer Tüte - dieser Fund gibt Rätsel auf.

Bei diesem seltsamen Fund kann Natur-Fachmann Erwin Hemke ­bisher nur die Schultern zucken. „So richtig habe ich noch keine Erklärung dafür“, sagt der Neustrelitzer Vor­sitzende des Naturschutzbundes, dem ein Unbekannter eine Tüte voll mit toten Vögeln vor die Tür gelegt hat. Hemke hat das Veterinäramt verständigt und die Kadaver über das Landkreis-Bürgerbüro in ein Labor nach Rostock schicken lassen. „Ich denke mal, man hat mir die Vögel vor die Tür gelegt, damit ich heraus­finde, woran sie gestorben sind“, sagt er.

Die Tüte enthielt 16 tote Grünfinken. Die hohe Anzahl und dass nur eine Art betroffen ist, lasse aufhorchen, stellt Hemke fest. Die derzeit vielerorts grassierende Vogelgrippe könnte eine Rolle spielen, muss aber nicht. Ein Grund könnte auch eine Vergiftung sein.

Fundort unklar

Auch Kreis-Veterinäramtsleiter Guntram Wagner ist an einer Klärung des sonderbaren Falls interessiert. Vermutungen über eine mögliche Todesursache kann und will er aber nicht an­stellen. „Das wäre derzeit reine Spekulation.“ Auch wenn in den vergangenen Wochen verschiedene Vogelgrippe-Fälle im Land für Schlagzeilen sorgten, hält er den dafür verantwortlichen H5N8-Erreger für eher unwahrscheinlich.

Die Antwort auf eine wichtige Frage erhofft sich zudem noch Erwin Hemke: Da er zum Zeitpunkt, als der Beutel bei ihm abgelegt wurde, nicht zu Hause war, konnte er nicht nach dem Fundort fragen. Diesen zu kennen, sei aber wichtig für die Ursachenermittlung, appelliert Hemke an den Finder.

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