Staatsschutz ermittelt:

Nazisymbol auf Fassade geschmiert

Wer hat die Hakenkreuze an Neustrelitzer Häusern hinterlassen? Die Polizei sucht nach Zeugen, denn jetzt ist in der Bruchstraße erneut ein verfassungswidriges Symbol entdeckt worden.

Die Polizei hofft, dass Zeugen beobachtet haben, wie Unbekannte das Nazisymbol an die Wand geschmiert haben.
Jan Woitas/Symbolfoto Die Polizei hofft, dass Zeugen beobachtet haben, wie Unbekannte das Nazisymbol an die Wand geschmiert haben.

Erneut haben Schmierfinken für Ärger in Neustrelitz gesorgt. An einem Mehrfamilienhaus in der Bruchstraße schmierten Unbekannte ein 70 mal 70 Zentimeter großes, durchgestrichenes Hakenkreuz auf die Fassade. Mit einem schwarzen Stift haben die Täter den Schaden vermutlich in der Zeit von 20 Uhr am Dienstagabend bis Mittwochfrüh 8 Uhr angerichtet.

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Sachbeschädigung aufgenommen, informierte die Polizei. Personen, die Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395 55822224 oder aber an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Auch Hakenkreuze in Autos geritzt

Bereits im September vermeldete die Polizei, dass Unbekannte ein durchgestrichenes Hakenkreuz an eine Hausfassade in der Schlossstraße in Neustrelitz angebracht hatten. Auch zu dem Zeitpunkt ging die Polizei davon aus, dass die Täter mit einem schwarzen Stift ihre Schmierereien aufgetragen hatten. Kurze Zeit davor waren zwei Hakenkreuze auf einem Spielplatz in der Schulstraße auf dem Blechdach eines Klettergerüstes entdeckt worden. Bereits Anfang des Jahres sind in Neustrelitz Autos mit verfassungsfeindlichen Symbolen verunstaltet worden. In der Carlstraße ist es wiederholt vorgekommen, dass Hakenkreuze in Autos geritzt wurden.

Das Einritzen oder sonstiges Anbringen von Hakenkreuzen ist allerdings kein „bloßer Vandalismus“, sondern stellt das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gemäß Strafgesetzbuch dar und kann darüber hinaus mit einer Freiheitstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden, hatte die Polizei mitgeteilt.

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