Gelände der Konservenfabrik soll bebaut werden:

Neues Bauvorhaben mit 20 Wohnungen

Am Glambecker See sollen zwei Wohnhäuser entstehen. Die Pläne liegen vor, jetzt muss die Stadt noch grünes Licht geben.

So könnten die beiden Häuser, die am Glambecker See noch gebaut werden sollen, einmal aussehen.
Entwurf Heller, Architekturbüro So könnten die beiden Häuser, die am Glambecker See noch gebaut werden sollen, einmal aussehen.

Die ersten Bäume sind schon gefällt. Bis aber in Neustrelitz zwischen der Hohenzieritzer Straße und dem Glambecker See die beiden neuen Häuser stehen, wird wohl noch etwas Zeit ins Land gehen. Immerhin, es gibt eine weit fortgeschrittene Planung, sagt der Neustrelitzer Immobilienfachmann Ralf Manke. Er möchte das vor gut 100 Jahren mit einer Konservenfabrik bebaute Areal schon lange mit neuem Leben versehen. Ein entsprechender Bebauungsplan ist vorhanden. Lange hat Manke an Entwürfen getüftelt. Immer wieder landeten verschiedene Bebauungsideen auf seinem Schreibtisch. Zusammen mit der Neustrelitzer Architektin Kerstin Heller ist jetzt ein Vorschlag erarbeitet, der zukunftsversprechend ist. Zwei Häuser, die durch eine Tiefgarage miteinander verbunden sind, sollen gebaut werden. Darin sollen insgesamt 20 großzügig gestaltete Zwei- bis Sechsraumwohnungen entstehen, in der sich vor allem Menschen wohlfühlen sollen, die etwa ihr Häuschen auf dem Dorf aufgeben oder die nicht mehr länger ein großes Grundstück bewirtschaften wollen. Diese Zielgruppe  sei durchaus vorhanden, das würde die Nachfragen nach Immobilien immer wieder bestätigten, so die Erfahrungen.

Die Häuser sind so angelegt, dass sie sich in die Gefälle-Situation zwischen Hohenzieritzer Straße und See einordnen. Zudem wird der Blick auf den See nicht großflächig verbaut. Entstehen soll durch die Raumaufteilung und die damit verbundene Grünflächengestaltung eine parkähnliche Gestaltung. „Ein Blickfenster zum See“ soll entstehen. Um das Projekt starten zu können, müssen aber noch einige Hausaufgaben gemacht werden. Ein Flächenaustausch mit der Stadt ist notwendig. Dazu wird im Neustrelitzer Rathaus auf ein Verkehrswertgutachten gewartet, das Ende März vorliegen sollte. Voraussichtlich im Mai will die Stadt ihren Part geleistet haben, sagt Rathaussprecherin Petra Ludewig.

Dass zwischen Glambecker See und Hohenzieritzer Straße überhaupt gebaut werden darf, verdankt Ralf Manke der Tatsache, dass das Gelände schon einmal bebaut war. Mit der Konservenfabrik Taubmann & Christensen. Die allerdings existiert schon viele Jahrzehnte nicht mehr und auch die Gebäude sind längst verschwunden. Die Konservenfabrik Taubmann & Christensen musste Ende der 1920er-Jahre stillgelegt werden. Sie war nicht mehr wirtschaftlich, dort sollen Wurst- und Gemüsekonserven produziert worden sein. Danach wollte sich ein Automobilhändler Jakob Peifer auf der Fläche niederlassen. Dieser hatte sein Gewerbe zunächst in Altstrelitz angesiedelt, fand sich dort aber zu sehr ins Abseits geschoben. Ehe Peifer aber an den Glambecker See umsiedeln konnte, bedurfte es umfangreicher Anträge und eben auch viel Geduld, wie aus den Akten im Stadtarchiv hervorgeht.