Mirower Feuerwehr zieht Bilanz:

Neues Boot steht weiter auf dem Wunschzettel

Gekenterte Segelboote und vermisste Schwimmer tauchen in der Einsatzstatistik der Mirower Feuerwehr immer wieder mal auf. Allerdings mangelt es den Helfern an wichtiger Ausrüstung für die Rettung auf dem Wasser.

Mirows Stadtwehrführer Ingo Mahnke hatte schon Anfang des Jahres auf einen wichtigen Punkt aufmerksam gemacht: Das alte Schlauchboot taugt nicht mehr viel im Einsatz. Ein neues Boot muss her.
Tobias Lemke/Archiv NK Mirows Stadtwehrführer Ingo Mahnke hatte schon Anfang des Jahres auf einen wichtigen Punkt aufmerksam gemacht: Das alte Schlauchboot taugt nicht mehr viel im Einsatz. Ein neues Boot muss her.

Eigentlich sollte ein neues Boot für die Mirower Feuerwehr schon auf der diesjährigen Einkaufsliste der Stadt stehen. Daraus wurde dann aber doch nichts. Mirows Stadtwehrführer Ingo Mahnke nutzte deshalb seinen Jahresbericht während der jüngsten Stadtvertretersitzung noch einmal, um auf die schlechte Ausrüstungssituation in diesem Punkt aufmerksam zu machen. 

„Wir brauchen unbedingt ein leistungsfähiges Boot“, appellierte Mahnke. Die Mirower Wehr verfüge nur über ein altes Schlauchboot aus dem Jahr 1994, das eigentlich nur zum Auslegen von Ölsperren gedacht sei. Bei höheren Windstärken und Wellengang sei man aber selbst dazu nicht in der Lage, geschweige denn zur Rettung von Menschen, beschrieb er die Misere. 

Die Mirower Feuerwehr habe 2014 „die gesamte Facette“ an Einsätzen bewältigen müssen, so Mahnke weiter. Dazu zählte unter anderem, umgestürzte Bäume zu beseitigen, einen Gasaustritt unter Kontrolle zu bringen oder einen Wohnwagenbrand zu löschen. Bei 46 Einsätzen, darunter elf Bränden, leisteten die Helfer im zu Ende gehenden Jahr mehr als 300 Stunden freiwillige Arbeit. Des Öfteren galt es dabei auch, auf den Seen der Region zu helfen. „Wir hatten zum Beispiel ein gekentertes Boot auf dem Vilzsee, bis dahin braucht die Wasserwacht aus Neustrelitz entsprechend lange. Wir müssen den Touristen Sicherheit auf den Seen bieten“, mahnte Mirows Stadtwehrführer.

CDU-Stadtvertreter und Amtsvorsteher Thomas Müller äußerte sich vorsichtig optimistisch, dass nun im nächsten Jahr die Anschaffung eines Bootes glückt. „Wir wollen im Amt einen Feuerwehr- und Strukturfonds einrichten und denken dabei auch an das Mirower Boot“, so Müller.

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