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Neustrelitz kämpft für Abriss der Platte

Der alte Bau am Tiergarten gilt als städtebaulicher Missstand. Die Stadt möchte, dass er verschwindet. Nun gibt es einen neuen Besitzer und damit neue Ideen.

Wird die ehemalige Förderschule zum Streitobjekt? Die Stadt will den Abriss. Der neue Besitzer möchte das Haus möglicherweise erhalten.
Susanne Böhm Wird die ehemalige Förderschule zum Streitobjekt? Die Stadt will den Abriss. Der neue Besitzer möchte das Haus möglicherweise erhalten.

Das ehemalige Förderzentrum am Tiergarten steht seit 2015 leer. Jetzt könnte Bewegung in die Sache kommen. Der Landkreis als bisheriger Besitzer hat das Objekt in die Auktion gegeben. Der neue Besitzer, so informierte Axel Zimmermann aus dem Neustrelitzer Rathaus, hat inzwischen die Verwaltung über seine Vorstellungen informiert. „Es scheint so zu sein, dass er das Gebäude erhalten will“, so Zimmermann. „Wir favorisieren aber einen Abriss.“

Tatsächlich gilt der Plattenbau als städtebaulicher Missstand, den man gern dem Erdboden gleichgemacht sehen will. Damit ausgeschlossen werden kann, dass das ehemalige Schulhaus umgenutzt wird, hatte die Stadt bereits vor Monaten eine Veränderungssperre gefasst. Damit wurden die Voraussetzungen für den Abriss und für einen möglichen Neubau geschaffen.

Beschluss verlängert

Ziel der Stadt war es, mit einem Investor nach den städtebaulichen Interessen einen B-Plan umzulegen. Die Stadtvertreter mussten nun erneut aktiv werden, um zu verhindern, dass an dieser Stelle in der Innenstadt Pläne umgesetzt werden, die nicht ins Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) passen. Die Neustrelitzer Stadtvertreter haben sich jetzt einstimmig dazu entschlossen, ihren Beschluss aus dem Herbst 2016 entsprechend des Baugesetzbuches um ein Jahr zu verlängern.

Grundlage für diese Veränderungssperre ist der Beschluss der Stadtvertretung, einen Bebauungsplan für das Gebiet aufzustellen. „Das damit verbundene Ziel, ein entsprechendes Nutzungskonzept für diese Flächen zu entwickeln, soll durch die Veränderungssperre gesichert werden“, hieß es nun zur Erklärung. Die Verwaltung hofft damit, eine Umnutzung des Gebäudes ausschließen zu können.