Kamera-Stars:

Niedlicher Falken-Nachwuchs ist da

Der Wanderfalke dürfte den Fischadler endgültig aus dem Nest in Brückentin getrieben haben. Erneut hat sich in dem Horst der Falke niedergelassen. Dort gibt es seit Donnerstag bereits Nachwuchs zu bestaunen.

Niedlicher Nachwuchs hat sich im Fischadlerhorst in Brückentin eingestellt.
Kamera Inselhotel/Barbara Karge Niedlicher Nachwuchs hat sich im Fischadlerhorst in Brückentin eingestellt.

Barbara Karge lässt „ihre“ Falken in diesen Tagen nicht aus dem Auge. Die Chefin des Inselhotels im Brückentinsee beobachtet genau, was die Kamera von der gegenüberliegenden Uferseite auf den Bildschirm Im Hotel überträgt. Und jetzt kann sie Nachwuchs vermelden. Zwei Wanderfalkenküken haben sich am Donnerstag auf dem Horst gezeigt.

Damit dürfte der endgültig für „Z78“ verloren sein. Der Fischadler mit dieser Kennung hatte bis 2014 fünf Jahre lang hintereinander in dem Nest seine Jungen aufgezogen. Per Kamera wurde das Treiben Jahr für Jahr beobachtet. Doch 2015 setzte sich der Wanderfalke einfach in das gemachte Nest. Der Fischadler musste sich eine Alternative suchen. Naturliebhaber und Experten hat diese kleine Sensation im Tierreich erfreut, denn Wanderfalken sind in der Region noch seltener als Fischadler.

Der Wanderfalke galt Jahrzehnte lang in Mecklenburg-Strelitz als ausgestorben. In ganz Mecklenburg-Vorpommern gibt es nur 10 bis 15 Brutpaare dieser Vogelart. Der Wanderfalke stellt im Land sogar noch innerhalb seiner Art eine Besonderheit dar. Der Vogel ist ein Felsenbrüter. Im Nordosten bezieht der Wanderfalke allerdings sein Domizil in Bäumen. Typisch auch für den Wanderfalken: Er baut keine eigenen Nester.