Gesperrt:

Park-Besuch nach Sturm zu gefährlich

Das Unwetter hat vor allem in Krumbeck für Schäden gesorgt. Besonders ärgerlich: Ein historisch wertvoller Ort darf erst mal nicht betreten werden.

Besucher werden vorerst gebeten, einen Bogen um den Lenné-Park in Krumbeck zu machen.
Foto: Tobias Lemke Besucher werden vorerst gebeten, einen Bogen um den Lenné-Park in Krumbeck zu machen.

Ganz schlimm hat es den Gutspark in Krumbeck bei dem Unwetter am Wochenende erwischt. Preußens bedeutender Gartenbaumeister Peter Joseph Lenné hatte die Anlage im Jahr 1832 als Dendrologischen Park angelegt. Eigentümerin Isabelle Kühne von Dewitz sah keine andere Möglichkeit, als das öffentlich zugängliche Gelände vorerst zu sperren. „Eine Katastrophe – das Betreten des Parks ist derzeit einfach zu gefährlich“, erklärt sie und bittet darum, dass auch keine Schaulustigen aufs Areal gehen. Am Sonntag sind ihr bei einer ersten Begehung allein zwanzig beschädigte Baumkronen aufgefallen. Im ganzen Park liegen dicke Äste verteilt und jederzeit können weitere herunterfallen. Dazu kommen mehrere komplett umgestürzte Bäume. „Das sind zwar alles alte Bäume, aber es ist doch verwunderlich, dass sie wie Streichhölzer gebrochen sind“, ist Kühne von Dewitz von der Wucht des Sturms erschrocken.

Die Aufräumarbeiten werden wohl mindestens drei Wochen andauern, schätzt Kühne von Dewitz ein. Um abgeknickte Äste aus den Kronen zu schneiden, werde nun eine Hebebühne benötigt, müsse jeder einzelne Baum überprüft werden. Dabei sind es nicht allein die immensen Pflegekosten, die ärgerlich sind. „Der Park liegt mir am Herzen. Wir hatten bei der Sanierung junge Bäume nachgepflanzt, die nun Schaden genommen haben“, erklärt Kühne von Dewitz, die in Krumbeck einen Landwirtschaftsbetrieb leitet.