Tiergarten wirbt um Unterstützer:

Paten dürfen auch mal das Frettchen knuddeln

Im Tiergarten Neustrelitz gibt es 45 Arten und erst 19 Paten. Beliebt sind „kuschelfähige“ Lebewesen wie Kaninchen und Ponys. Mufflons, Nandus und andere Zeitgenossen suchen hingegen noch Unterstützer.

Tierpflegerin Marion Krause und Tierpfleger-Azubi Yannik Märker zeigen die Frettchen Dicke und Dicker. Für die Tiere werden noch Paten gesucht.
Susanne Böhm Tierpflegerin Marion Krause und Tierpfleger-Azubi Yannik Märker zeigen die Frettchen Dicke und Dicker. Für die Tiere werden noch Paten gesucht.

Dem Puma ein Stück Fleisch reichen. Das Frettchen knuddeln. Dem Emu den Federkopf kraulen. Wer den Bewohnern des Neustrelitzer Tiergartens näher sein möchte als andere Besucher, kann dies, indem er Tierpate wird. Die Einrichtung unter Trägerschaft der Stadtwerke Neustrelitz wirbt seit ein paar Wochen verstärkt um Tierpaten. Gegen Zahlung eines Beitrages kann sich jeder sein Lieblingstier aussuchen und unterstützt die gesamte Einrichtung.

„Kein Tierpark ist wirtschaftlich tragbar, kann allein durch Eintrittsgelder finanziert werden“, erklärt Marketing-Mitarbeiterin Birgit Höhne. „Eine Tierpatenschaft ist nicht nur ein schönes Geschenk für sich selbst oder andere, sondern auch ein Beitrag zum Erhalt des Tiergartens“, ergänzt sie. „Den meisten unserer Paten liegen Neustrelitz und der Tiergarten so sehr am Herzen, dass sie helfen möchten.“ Die Patenschaftsbeiträge werden ausschließlich für Versorgung und Pflege der Tiere und für die Verschönerung ihrer Gehege verwendet.

Im Tiergarten leben 45 Arten, bislang gibt es 19 Paten. Zum Beispiel ein Mädchen, das sich in ein Kaninchen verliebt hat und regelmäßig Futter vorbei bringt. Oder Senioren aus Berlin, die Jahr für Jahr ihren Urlaub in Neustrelitz verbringen und mit der Adoption eines Esels dem Tiergarten helfen. „Beliebt sind kuschelfähige Tiere wie das zutrauliche Damwild oder Zwergkaninchen“, sagt Birgit Höhne. „Oder die Uhus, die sind gerade in Mode.“ Noch ohne Paten stehen zum Beispiel Hühner, Frettchen, Waschbären, Mufflons, Emus und Nandus da.

Die Paten bekommen eine Urkunde, ein Jahr lang Eintritt zum halben Preis und auch mal spezielle Wünsche erfüllt. „Alles, was möglich ist, machen wir möglich“, sagt Birgit Höhne. „Wenn ein Pate tatsächlich ins Puma-Gehege möchte, lässt sich das einrichten. Es muss nur abgesprochen und organisiert werden, denn der Puma hat Angst vor Fremden.“ Bei namenlosen Tieren kann der Pate seinen Schützling taufen. „Wir rufen die Frettchen jetzt Dicke und Dicker. Wenn einem Paten schönere Namen einfallen, würden wir uns darüber freuen“, sagt Tierpflegerin Marion Krause.

Nähere Informationen gibt es per Telefon unter der Nummer (03981) 204490.

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