Bürokratie-Irrsinn:

Plötzlich werden für Holz Gebühren fällig

Aus einer einfachen Rechnung wird ein entnervender Vorgang: Gemeinden dürfen das Holz gefällter Bäume nicht mehr "einfach so" abgeben.

Wenn’s denn mal um so viel Holz ginge: Meist haben es die Gemeinden nur mit kleinen Mengen zu tun - aber dafür jetzt mit großem Verwaltungsaufwand.
Jens Wolf/dpa Wenn’s denn mal um so viel Holz ginge: Meist haben es die Gemeinden nur mit kleinen Mengen zu tun - aber dafür jetzt mit großem Verwaltungsaufwand.

Bisher schien alles recht einfach: Wurde ein Baum auf Gemeindeland gefällt, konnten Holz-Interessenten sich seiner annehmen, nur unter der Bedingung, die Fläche sauber zu hinterlassen. Jetzt aber ist die Gemeinde verpflichtet, Preise für Holzverkäufe festzulegen und mit dem Aufwand der Käufer zu verrechnen. Nicht nur Bürgermeisterin Karin Doster-Di Rosa sieht mit dieser Festlegung größeren Aufwand und mehr Bürokratie auf sich zu kommen.

Meistens habe sich bisher der Wert des Holzes mit den Kosten der Beräumung die Waage gehalten, stellt sie fest. Bei höherwertigem Holz wie zum Beispiel Buche, wovon es allerdings wenig im Carpiner Eigentum gebe, sei ein entsprechender Preis festgelegt worden. "Meist sind wir froh, wenn Bürger sich bereit erklären, kaputte Bäume zu fällen und anschließend zu beräumen", erklärt die Bürgermeisterin und hofft, dass diese Bereitschaft mit der neuen Regelung nicht flöten geht.

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