Tierquälerei:

Polizei fahndet weiter nach dem Hundevergifter

Drei Fälle sind inzwischen aus Wesenberg bekannt. Auch die kleine Terrierdame Jule kämpft ums Überleben.

Jule kämpft um ihr Leben. Die kleine Hündin wurde vergiftet. Mit Infusionen versuchen Tierärzte, sie aufzupäppeln.
Corda Kirchmeier Jule kämpft um ihr Leben. Die kleine Hündin wurde vergiftet. Mit Infusionen versuchen Tierärzte, sie aufzupäppeln.

Wesenbergs Hundevergifter ist immer noch nicht gefasst. „Die Kriminalpolizei ermittelt weiter, die Kollegen gehen jedem Hinweis nach“, sagte Polizeisprecherin Eike Wiethoff. Näheres gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen vorerst nicht bekannt. Eines der vergifteten Tiere kämpft unterdessen um sein Leben: Corda Kirchmeiers Terrierhündin Jule.

Jule muss das Gift beim Spazierengehen geschluckt haben, ist sich Corda Kirchmeier sicher. „Ich habe kein Grundstück, auf das jemand einen Köder werfen könnte.“ Sie führe ihren Hund oft im Bereich der Tiergartenstraße aus – dort, wo auch die beiden anderen Hunde vergiftet wurden. „Ich passe immer auf, dass Jule unterwegs nichts frisst, außer Gras. Darum gehe ich davon aus, dass ein Hundehasser Gift ins Gras gestreut hat.“ Als Jule sich plötzlich erbrach, Durchfall bekam und zitterte, ging Corda Kirchmeier sofort mit ihr zum Tierarzt. Doch der Zustand des Hundes verschlechterte sich rapide. Ein weiterer Tierarzt wurde hinzugezogen. „Ihre Haut wurde quittengelb und ihre Leberwerte, die bei ihr normalerweise um 150 liegen, stiegen auf 5000.“ Nach einer Ultraschall- und vielen weiteren Untersuchungen stand fest: Auch dieser Hund wurde vergiftet.

Jule ist das dritte öffentlich bekannte Opfer des Tierquälers. Ein Großpudel hatte das Gift dank tierärztliche Behandlung relativ gut verkraftet und ist so gut wie vollständig genesen. Einem Schlittenhund ging es so schlecht, dass er eingeschläfert werden musste.

Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise. Wer in Wesenberg etwas beobachtet oder gehört hat, das mit der Tat in Zusammenhang stehen könnte, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden unter der Telefonnummer 03981 2580.

 

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