Großeinsatz bei Woldegk:

Polizei jagt Kriminelle mit Hunden und Hubschrauber

Das war ein filmreifer Polizeieinsatz: Mit Hund und Hubschrauber war die Polizei im Raum Woldegk unterwegs, um Einbrecher zu schnappen. In Kublank konnte am Mittwochmittag ein Verdächtiger aufgegriffen und festgenommen werden.

Die Polizei hat bei Neetzka drei Kriminelle gesucht.
Jan Woitas Die Polizei hat bei Neetzka drei Kriminelle gesucht.

In den sonst so beschaulichen Dörfern Neetzka und Kublank war am Mittwoch nichts mehr so wie immer. Hubschrauber kreisten, Spürhunde waren im Einsatz und die Polizei hatte alle verfügbaren Kräfte in Bewegung gesetzt. Grund für den Einsatz war die Suche nach Einbrechern. Was war passiert? Am Morgen wurde der Friedländer Polizei ein Garageneinbruch in Neetzka gemeldet, informiert die Polizei. Hochwertiges Werkzeug hatten die Diebe mitgehen lassen. Doch sie blieben nicht unbeobachtet. Die Täter wurden bei ihrer Flucht gesehen und auch ein polnischen Kennzeichenfragment konnte der Polizei mitgeteilt werden.

"Daraufhin wurde sofort eine Nahbereichsfahndung in die Wege geleitet", beschreibt Karen Lütge, Sprecherin der Polizeiinspektion, den Einsatz. Bereits kurze Zeit später ging der Hinweis auf einen weiteren Einbruchdiebstahl - ebenfalls in Neetzka - ein. Außerdem wurde der Förster misstrauisch. "Er hatte im angrenzenden Wald gesehen, wie sich drei Personen mit einem roten BMW mit polnischem Kennzeichen festgefahren hatten", beschreibt sie. Ob die Diebe ihre Beute dort im Wald irgendwo zwischen deponiert hatten oder wollten, konnten die Ordnungshüter noch nicht bestätigen. Auf jeden Fall bekamen sie es mit der Angst zu tun, als der Förster sie im Wald ansprach und sie ließen ihr Fahrzeug zurück und machten sich zu Fuß aus dem Staub.

Teil der Beute wurde von Tätern im Wald zurückgelassen

Mit Hubschraubern und Spürhunden setzten die Beamten die Suche nach den drei Einbrechern auf der Flucht fort. In Neetzka konnten sie niemanden finden. Die Suche wurde am Vormittag bis zur Autobahn ausgedehnt. Schließlich konnte kurz nach 12 Uhr ein Mann im Nachbardorf Kublank geschnappt werden. Auf ihn habe die Beschreibung gepasst. "Der Mann war nicht im Besitz von Ausweisen und sprach kein Deutsch", so Karen Lütge. Er sei festgenommen und zum Polizeirevier nach Friedland gebracht worden. "Jetzt werden mögliche Tatzusammenhänge geprüft", ergänzt die Sprecherin.

Wie wertvoll das Diebegut war, ist noch nicht bezifferbar. Ein Teil der Beute wurde von den Tätern im Wald zurückgelassen und konnte sichergestellt werden. Die Suche nach den beiden möglichen Kompagnons des Festgenommenen wurde vorerst reduziert. In Neetzka und Kublank dürfte es jetzt wieder beschaulicher zugehen.

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