Selbstjustiz geht nach hinten los:

Prügel im Knast: Täter müssen vier Wochen nachsitzen

Zwei Insassen der Justiz­anstalt Neustrelitz versetzten einem weiteren Inhaftierten Prügel. Auch wenn der Vorfall nicht restlos aufgeklärt werden: Der Strafe entgehen sie nicht.

So ganz ließ sich der Vorfall in der Jugendanstalt vor Gericht nicht mehr aufklären.
S. Hofschlaeger_pixelio.de So ganz ließ sich der Vorfall in der Jugendanstalt vor Gericht nicht mehr aufklären.

Zwei junge Männer, die derzeit in der Justizanstalt Neustrelitz einsitzen, sind zu weiteren vier Wochen Haft verurteilt worden. Beide standen wegen gemeinschaftlich begangener, gefährlicher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Neustrelitz.

Im März dieses Jahres hatten sie einen weiteren Insassen in der Anstaltsküche ins Gesicht und mit der Faust aufs Auge geschlagen. Der Grund: Über ihn kursierte in der Jugendanstalt das Gerücht, dass er sich an einer Neunjährigen vergriffen habe. So eine Tat sei „unter aller Sau“, erklärte einer der beiden Angeklagten unumwunden in der Verhandlung.

„Bist du ’ne Sitte?“, hieß es bei besagtem Küchendienst schon im Umkleideraum.  Der Angegriffene verneinte. Die beiden 18-Jährigen schlugen dennoch zu. Restlos aufgeklärt wurde der Vorfall aber nicht, weil sich Zeugen und Opfer nicht mehr genau erinnern konnten. In der Jugendanstalt war der Sachverhalt bereits geahndet worden: durch jeweils zwei Wochen Einschluss und Fernsehverbot.

 

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