Schluss mit Theater :

Publikumsliebling nimmt Abschied

Sigurd Karnetzki beendet seine Karriere am Landestheater. Eigentlich sollte schon im Sommer Schluss sein. Doch dem Vollblut­mimen machte eine schwere Erkrankung einen Strich durch die Rechnung.

Eine Paraderolle spielte der Vollblutkomödiant Sigurd Karnetzki zuletzt in dem Ein-Mann-Stück „Die Sternstunde des Josef Bieder“.
Joerg Metzner Eine Paraderolle spielte der Vollblutkomödiant Sigurd Karnetzki zuletzt in dem Ein-Mann-Stück „Die Sternstunde des Josef Bieder“.

­Sigurd Karnetzki hat die Koffer gepackt. Der  63-Jährige, der viele Jahre mit seinem liebenswürdigen und sehr authentischen Spiel und seiner einprägsamen Tenorstimme am Neustrelitzer Landestheater eine Instanz war, hat Abschied genommen von den Brettern, die die Welt bedeuten.

Das war ein emotionaler Moment. Das komplette Ensemble stand auf der Bühne nach der Premiere der Lehár-Operette „Die lustige Witwe“ – eines Stücks, in dem Karnetzki selbst mal bei den Festspielen im Schlossgarten eine Hauptrolle gespielt hatte.  Es gab viele Blumen, sehr herzliche Abschiedsworte und stehende Ovationen aus dem Publikum.

Karnetzki kann auf 14 Jahre Engagement in Neustrelitz blicken - eine Zeit, in der er sich mit vielen wunderbaren Rollen bei den Theaterbesuchern eingeprägt hat. Als „Alexis Sorbas“ etwa oder als Tevje im Musical „Anatevka“. Und eine Paraderolle war noch in diesem Jahr "Die Sternstunde des Josef Bieder“: Ein Stück über einen altgedienten Requisiteur, der auf einmal ganz allein auf der Bühne steht und das Publikum unterhalten darf und will.

Berliner Heimat ruft

Karnetzkis Abschied von der Bühne war eigentlich bereits für den Sommer geplant. Bei den Festspielen im Schlossgarten sollte er den Fürsten Basil Basilowitsch in der Operette „Der Graf von Luxemburg“ spielen.  Doch eine schwere Erkrankung machte dem Sänger einen Strich durch die Rechnung. Karnetzki lag viele Wochen im Krankenhaus,doch er kämpfte sich ins Leben zurück.

Jetzt aber sind die Koffer gepackt, Karnetzki zieht zurück in seine Heimatstadt Berlin. Aber als Theaterzuschauer wird er bestimmt noch dann und wann nach Neustrelitz kommen.

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