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Rätsel um Geldbaum in Mirow aufgeklärt

Aus einer Eiche in Mirow fielen Geldscheine. Monate später ist die kuriose Geschichte endlich aufgeklärt. Und nicht nur die.

Von einem Baum in Mirow segelten Geldscheine.
Robert Kneschke Von einem Baum in Mirow segelten Geldscheine.

Der rätselhafte „Geldregen“ von einem Baum in Mirow ist nach sieben Monaten aufgeklärt. Der Besitzer - ein Campingplatzbetreiber, auf dessen Gelände der Baum steht - hat die rund 200 000 Euro zurückbekommen, wie Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Dienstag in Neubrandenburg sagte. Das Geld war im Sommer in einem Plastikrohr versteckt gefunden worden. Vorher waren einzelne Scheine heruntergefallen.

Der Fall hatte bundesweit und international Schlagzeilen gebracht. Kurz nach dem „Geldregen“ war das Wohnhaus des Campingplatzbetreibers aus Mirow abgebrannt. Er geriet selbst unter Verdacht - und muss nun laut Zeisler mit einer Anklage wegen Brandstiftung rechnen. Hintergrund soll die Scheidung des Mannes von seiner Ehefrau sein.

Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau ist froh, dass der sonderbare Fall zumindest teilweise geklärt ist. "Ich bin froh, dass die Spekulationen vom Tisch sind und allmählich wieder Ruhe einkehrt." Zwar sei die internationale Aufmerksamkeit, die seine Kleinstadt unverhofft erfahren hat, eine gute Werbung für Mirow gewesen, dem Campingplatzbetreiber und seiner Familie wünsche er jedoch, dass sich die Wogen wieder glätten. "Man darf bei allem Interesse für die kuriose Begebenheit nicht vergessen, dass ein tragisches Schicksal dahinter steckt." Wer das Haus angezündet hat, werde jedoch wohl für immer unklar bleiben. "Das Haus ist bis auf die Grundmauern abgebrannt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dort eindeutige Spuren gefunden werden, die den Täter zweifelsfrei überführen", so der Bürgermeister.