Gefährliches Laster:

Raucher auf dem Klinik-Klo und Sprengsatz auf dem Markt

Polizei und Feuerwehr hatten in Neustrelitz in der Neujahrsnacht gut zu tun. Mehrere Menschen brachten sich selbst leichtfertig in Gefahr.

Die Neustrelitzer Feuerwehr wurde in der Neujahrsnacht zu außergewöhnlichen Einsätzen gerufen.
Bernd Leitner Die Neustrelitzer Feuerwehr wurde in der Neujahrsnacht zu außergewöhnlichen Einsätzen gerufen.

Das hätte auch viel schlimmer enden können: Ein 73-jähriger Krankenhauspatient hat sich durch seine eigene Fahrlässigkeit schwere Verletzungen zugefügt.

Wie der Nordkurier von der Polizei erfuhr, begab sich der Mann gegen 20 Uhr im Neustrelitzer DRK-Krankenhaus auf die Toilette, um sich eine Zigarette anzuzünden. Als Aschenbecher soll er eine Cremedose genutzt haben, die auf einem Stuhl stand. Auf diesem Stuhl muss sich noch eine Spray­flasche befunden haben. Der Stuhl geriet in Brand, die Sprayflasche explodierte mit lautem Knall.

Den hörten die Nachtschwestern, die geistesgegenwärtig zum Feuerlöscher griffen. Als Feuerwehr und Polizei vor Ort ­eintrafen, war die Gefahr bereits gebannt. Der Patient erlitt Verletzungen zweiten Grades am Fuß und am Bein. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 300 Euro.

Vergessener Topf löste Rauch aus

Zu einem weiteren Einsatz musste die Feuerwehr in die Altstrelitzer Straße der Freundschaft ausrücken. Hier war zunächst sogar von einer leblosen Person die Rede. Die Einsatzkräfte fanden in einer stark verrauchten Wohnung indessen lediglich einen schlafenden 25-Jährigen vor. Der alkoholisierte Mann gab an, dass ein Bekannter bei ihm gewesen sei, der vergessen habe, einen Topf vom Herd zu nehmen.

Auf dem Neustrelitzer Marktplatz ist kurz nach Mitternacht ein selbstgebauter Sprengsatz gezündet worden. Dabei flogen Nägel, Schrauben und Holzteile durch die Luft. Der Verursacher soll im vergangenen Jahr bereits einen Sprengsatz auf dem Markt gezündet haben, erfuhr der Nordkurier. Von der Aktion gibt es sogar ein Video auf der Internetplattform Youtube. Die Polizei konnte die Personalien des Mannes feststellen. Eine Anzeige wurde aufgenommen.

Weggesprengt wurde in der Neujahrsnacht auch ein Teil der Sicherheitsanlage
am Kavaliershaus auf dem Neustrelitzer Schlossberg. Hier wurde die Polizei durch den Wachschutz informiert.

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