Dreiste Wild-Diebe:

Rehe fressen den Schlossgarten leer

Das Frühjahr hat begonnen, auch im Neustrelitzer Schlossgarten ist das zu beobachten. Aber in der Anlage tummelt sich neuerdings frecher Besuch, der dort Chaos anrichtet. Was kann man dagegen tun? So recht hat noch keiner ein hilfreiches Rezept.

Die Tulpenzwiebeln wurden von Rehen ausgegraben. Das Wild findet die Zwiebeln offenbar schmackhaft und was nicht geschmeckt hat, wird liegen gelassen.
Eckhard Geier Die Tulpenzwiebeln wurden von Rehen ausgegraben. Das Wild findet die Zwiebeln offenbar schmackhaft und was nicht geschmeckt hat, wird liegen gelassen.

Der Neustrelitzer Schlossgarten ist kein Ort, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Geradezu friedlich geht es hier zu. Meistens jedenfalls. Aber jetzt müsste er mit aller Macht solche Fähigkeiten entwickeln.  Dabei hilft der Mensch, der sich da etwas Fieses ausgedacht hat. Denn der Grund, weshalb stinkendes Zeug auf die Pflanzenoberflächen gesprüht wird, sind nächtliche Besucher auf vier Beinen. Rehe erobern  nämlich die Anlage. Und anstatt sich zu dunkler Stunde brav auf den vorgegebenen Wegen zu bewegen, verputzen sie quasi als Abendbrot oder auch Nachtmahl Blüten und Blätter. Und wenn sie der Meinung sind, dass auch unter der Erde noch etwas Köstliches verborgen sein könnte, dann graben sie das eben auch aus. Und fressen, was ihnen schmeckt. Der Rest bleibt liegen.

Lecker, diese frischen Tulpenzwiebeln!

Nordkurier-Leser Eckhard Geier aus Kratzeburg ist  ein Tulpenbeet aufgefallen, das völlig aufgewühlt aussieht. Genau dort waren auch Rehe aktiv, sagt Rathaussprecherin Petra Ludewig. Seit der vergangenen Woche sind die Zwiebeln mehrfach wieder in den Boden gesteckt worden. Es hat aber nichts geholfen, den vierbeinigen Wildgästen war es gelungen,  das frische Pflanzgut immer wieder ausgegraben. Und die Stadt Neustrelitz hat offenbar noch nicht die richtige Lösung für das Problem parat. Es sind zwar sogenannte Vergrämungsmittel für Wildtiere zum Einsatz gekommen. Doch scheint das stinkende Zeug die Tiere nicht von der Lust aufs Fressen abzuhalten. Zurzeit werden deshalb noch andere Möglichkeiten geprüft, damit die Fressattacken ein Ende haben, erfuhr der Nordkurier.

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