:

Rigoroser Schnitt - Bäume wirken wie verstümmelt

Gehölze bei Weisdin bieten einen erschütternden Anblick. Aus der zuständigen Behörde heißt es: Anders ging es nicht.

Ziemlich rabiat wurden Bäume und Sträucher im Carlshofer Weg in Weisdin beschnitten. Birgit Müller aus Neustrelitz hat kein Verständnis für derart rigorose Einschnitte in die Natur.
Birgit Müller Ziemlich rabiat wurden Bäume und Sträucher im Carlshofer Weg in Weisdin beschnitten. Birgit Müller aus Neustrelitz hat kein Verständnis für derart rigorose Einschnitte in die Natur.

Schockiert kehrte Birgit Müller aus Neustrelitz dieser Tage von einem Spaziergang in Weisdin zurück. Im Carlshofer Weg waren Bäume derart rigoros beschnitten worden, dass die Gewächse der Naturfreundin regelrecht Leid tun. „Dort haben Leute sehr unqualifizierte Bäume verschnitten, besser gesagt verstümmelt“, sagt sie. „Bei manchen ist sogar der Kronenast weg.“

In Auftrag gegeben wurde der Baumschnitt vom Amt Neustrelitz-Land. Und er erfolgte, wie der Nordkurier erfuhr, nicht Ast für Ast mit der Motorsäge, sondern – wie es heute üblich ist – maschinell. Wie eine Art senkrechter Rasenmäher ist ein Fahrzeug mit aufstellbarem Schneidwerk die Straße entlang gefahren.

„Das ist kein Wanderweg, sondern ein Wirtschaftsweg, der auch von größeren Fahrzeugen genutzt wird“, heißt es aus dem Amt. „Wir sind unserer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen und haben einen Lichtraumschnitt in Auftrag gegeben.“ Den habe die Firma ordnungsgemäß ausgeführt. Die Zeiten, in denen Hecken und Sträucher „mit der Hand“ geschnitten wurden, seien vorbei. Diese schonende Methode sei schlicht zu teuer. Schon seit einigen Jahren lasse das Amt Neustrelitz-Land fast alle Gehölze maschinell bearbeiten.