Feuerwehr-Oldtimer bleibt:

Robur muss nicht in den Schrott, er kriegt Rente

34 Jahre hat der gute, alte Robur treu gedient, bald wird ein hochmodernes Löschfahrzeug in Qualzow stehen. Doch verschrottet werden darf der zuverlässige Oldtimer nicht, da sind sich die Qualzower Kameraden einig.

Qualzows Wehrführer Heinz-Gerd Ihlenfeld (rechts) erklärt Landtagsabgeordneten Vincent Kokert (CDU), wie das alte Feuerwehrfahrzeug zu bedienen ist. Danach drehten beide eine Runde.
Susanne Böhm Qualzows Wehrführer Heinz-Gerd Ihlenfeld (rechts) erklärt Landtagsabgeordneten Vincent Kokert (CDU), wie das alte Feuerwehrfahrzeug zu bedienen ist. Danach drehten beide eine Runde.

Voraussichtlich im vierten Quartal bekommt die Qualzower Feuerwehr ein nagelneues Löschgruppenfahrzeug. Der Spezial-Lkw, der rund 270 000 Euro kostet, wird derzeit von der Rosenbauer Deutschland GmbH in Luckenwalde, gebaut. Er kann 1000 Liter Wasser pro Minute pumpen und hat alles, was eine moderne Feuerwehr auf dem Land braucht. Die Qualzower freuen sich auf das neue Fahrzeug, vergessen aber auch nicht das gute alte: einen Robur LO aus dem Jahr 1982.

„Wir haben ihn vor 15 Jahren von einer Nachbarfeuerwehr übernommen, ein halbes Jahr daran gebaut, gedreht, geschraubt, gemacht und getan. Seitdem hat er uns überall hingefahren. Da steckt Herzblut drin. Wir sind stolz auf den LO“, sagte Wehrführer Heinz-Gerd Ihlenfeld am Donnerstag zu Landtagsabgeordneten Vincent Kokert, zu Vize-Landrat Thomas Müller, zu Amtsvorsteher Heiko Kruse (alle CDU), zu Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) und zu Vize-Bürgermeister Henry Tesch (CDU).

Platz fürs Auto ist da

Die Politiker waren in Qualzow, um den Feuerwehrleuten den Auftragsvergabevertrag für das neue Fahrzeug zu überreichen. Der Wehrführer nutzte die Gunst der Stunde, um ein Plädoyer für den Erhalt des 34 Jahre alten Oldtimers zu halten. „Den Robur haben drei Generationen gefahren. Er ist ein Stück Feuerwehrgeschichte. So etwas schmeißt man nicht weg.“ Das Fahrzeug könne zu Anschauungszwecken in Qualzow bleiben, bei Festumzügen vorgezeigt werden oder auch bei der Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses eine Rolle spielen. Möglichkeiten gebe es viele und Platz auch, sagte der Wehrführer mit Verweis auf das neue Feuerwehrgebäude, das erst im vergangenen Jahr übergeben wurde.

 

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