Schwerin hat einen Plan:

Saisonstart bei Louise – mit neuer Herrschaft

Auf Schloss Hohenzieritz hat demnächst das Finanzministerium das Sagen. Deshalb wird nicht alles anders, aber ein bisschen schon. Und der Begründer der Gedenkstätte wird am 19. März noch einmal ein gewichtiges Wort mitzuteilen haben.

Ein Abbild der Königin Louise wacht über den Schlosspark Hohenzieritz.
Tobias Lemke Ein Abbild der Königin Louise wacht über den Schlosspark Hohenzieritz.

In der Hohenzieritzer Louisengedenkstätte stehen die Zeichen auf Übergabe der Geschäfte. Hans-Joachim Engel, der Mitbegründer, ist am Aufräumen. Er hat in den vergangenen Wochen schon ein umfangreiches Kompendium mit Louise-Büchern an das Neustrelitzer Karbe-Wagner-Archiv übergeben. Es sind rund 200 Werke, sagt Engel, teils sind sie sehr alt – Jahrgang 1810. Die Gedenkstätte sei nicht der Ort, um eine Bibliothek zu betreiben, im Karbe-Wagner-Archiv, das zum Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz gehört, seien die Werke bestens aufgehoben.

Dieser Tage bereitet sich der Verein auf seine Jahreshauptversammlung vor. Am 19. März wollen die derzeit noch über 50 Mitglieder darüber befinden, ob sie der Louisengedenkstätte weiter die Treue halten. Ebenfalls an diesem Tag findet die offizielle Saisoneröffnung auf Schloss Hohenzieritz statt. Und bei dieser Gelegenheit werden die Geschäfte an das Land Mecklenburg-Vorpommern übergeben. In dieser Trägerschaft wird die Gedenkstätte weiter betreut.

Die Weichen dafür sind gestellt, wenngleich noch nicht alle Einzelheiten geklärt sind, wie Stefan Wenzl, Abteilungsleiter für Schlösser und Gärten im Schweriner Finanzministerium, bestätigt. Fest steht, dass die Gedenkstätte ab Ostern offen gehalten wird. Ein ständiger Ansprechpartner wird vorerst nicht vor Ort sein, sagt Stefan Wenzl. Die Ausstellungsräume sollen allerdings durch Mitarbeiter des Wachschutzes gesichert werden. Für Führungen stehen Mitarbeiter aus dem Schloss Mirow zur Verfügung. Dort sollten die Führungen auch angemeldet werden.

Die  preußische Königin Louise (1776 bis 1810) – eine Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz – war auf Schloss Hohenzieritz verstorben. Drei Jahre nach dem Tod der Königin ließ Herzog Carl von Mecklenburg-Strelitz aus dem Sterbezimmer der Königin und den beiden davor liegenden Räumen eine Gedenkstätte für seine berühmte Tochter einrichten.

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