Alles für die Kleinseenbahn:

Schienen-Aktivisten hoffen auf Verlängerung über 2017 hinaus

Die Bürgerinitiative Pro Schiene hat sich für dieses Jahr viel vorgenommen. So wollen die Mitglieder das Verkehrsministerium überzeugen, dem kleinen Zug noch eine Chance zu geben.

Die Kleinseenbahn, die zwischen Neustrelitz und Mirow pendelt, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Doch ob sie nach 2017 weiter fährt, bleibt ungewiss.
Britta Meyer-Itner Die Kleinseenbahn, die zwischen Neustrelitz und Mirow pendelt, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Doch ob sie nach 2017 weiter fährt, bleibt ungewiss.

Die Bürgerinitiative Pro Schiene, die sich für den Erhalt der Mecklenburgischen Kleinseenbahn zwischen Neustrelitz und Mirow einsetzt, ist in ein arbeitsintensives Jahr gestartet. Denn nun gilt es, das Schweriner Verkehrsministerium zu überzeugen, die Bahn über das Jahr 2017 hinaus weiterfahren zu lassen. „Es ist wichtig, dass langfristig genügend finanzielle Mittel in Aussicht gestellt werden, damit die Planungssicherheit für die Region hergestellt wird“, so BI-Sprecherin Britta Meyer-Itner. „Während in anderen Bundesländern immer mehr stillgelegte Strecken – und zwar mit Erfolg – reaktiviert werden, herrscht in Mecklenburg-Vorpommern leider immer noch der große Bahnstreckenkahlschlag.“

Unterschriftensammlung an Ministerpräsidenten übergeben

Die erste diesjährige Aktion der BI war schon einmal Erfolg versprechend. Die Aktivisten hatten  zu einem Ausflug mit der Kleinseenbahn eingeladen, der sich 16 Leute anschlossen. Britta Meyer-Itner sagte: „Mancher Fahrgast wusste zwar von der Existenz der Kleinseenbahn, war bisher allerdings noch nie mit ihr gefahren und ergriff die Gelegenheit, die Strecke Neustrelitz-Mirow einmal auf eine ganz andere Art zu erleben.“ Welche große Resonanz die Kleinseenbahn in der Region und bei den Touristen findet, zeige sich auch in den mehr als 12 000 Unterschriften, die die BI bisher gesammelt hat. Im vergangenen Herbst wurde die Unterschriftensammlung Ministerpräsident Erwin Sellering übergeben. 

Das Landes-Verkehrsministerium hat das Modellprojekt Kleinseenbahn bis zum Jahr 2017 verlängert. Wie es danach weitergeht, ist völlig offen. Die Ungewissheit bremst die Weiterentwicklung der kleinen Landbahn aus. Beispielsweise zögern potenzielle Investoren immer noch, die Bahnhofsgebäude in Mirow und Wesenberg zu sanieren.

 

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