Fahnenmeer ist unerwünscht:

Schlossberg-Entwurf beschwört Widerstand herauf

Der Neustrelitzer Schlossberg ein Fahnenmeer – das sieht der Siegerentwurf im Wettbewerb zur Umgestaltung des Areals vor. Doch dagegen gibt es viele Vorbehalte.

Das gibt Krach: Riesige Fahnen an 15 Meter hohen Masten sollen das Schloss nachbilden.
NK-Archiv Das gibt Krach: Riesige Fahnen an 15 Meter hohen Masten sollen das Schloss nachbilden.

In Neustrelitz machen schon Drohungen die Runde: Auf dem Schlossberg werde demnächst zum Fahnen­appell gerufen. Denn der Siegerentwurf eines vom Land ausgelobten Wettbewerbs zur Schlossberg-Umgestaltung sieht nämlich ein gewaltiges Gebilde vor: 80 Holzmasten von je 15 Metern Höhe sollen auf dem Grundriss des früheren Schlosses in den Boden gestampft werden. An ihnen sollen Stoffbahnen flattern, die das frühere Schlossvolumen nachempfinden.

Noch bevor klar ist, ob der Entwurf umgesetzt wird, regt sich Widerstand. In Neustrelitzer Geschäften hängen Plakate gegen das Projekt. Initiator ist der Residenzschlossverein, der außerdem gerade 2500 druckfrische Protest-Postkarten verteilt, die ausgefüllt und letztlich Parlamentariern in Stadt, Land und Kreis übergeben werden sollen, um zu zeigen, was die Menschen von der Fahnen-Idee halten.

Die Aktivisten bringen etliche Kritikpunkte vor.  Zum einen würden die noch sichtbaren baulichen Reste des Schlosses abqualifiziert als etwas, über das man „Gras wachsen lassen könnte“. Die Masten würden zudem angesichts der Windlast erhebliche Fundamentierungsarbeiten erfordern.Und von der Menge der Stoffbahnen wird bei Wind eine erhebliche Lärmbelästigung befürchtet.

 

Kommentare (1)

Mit Fahnenmeer assoziiere ich Fußballstadien. Diese Planung ist dem historischen Kontext des Platzes unwürdig. Hoffentlich lassen sich die Neustrelitzer diesen "Siegerentwurf" nicht aufdiktieren.