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Schlossberg-Gestaltung nimmt Formen an

Der umstrittene Entwurf mit 80 Masten und jeder Menge Beton im Boden ist ad acta gelegt. Der neue Vorschlag hört sich vielversprechend an.

Mit Steinen sind derzeit auf dem Neustrelitzer Schlossberg die einstigen Umrisse des Schlosses nachgebildet.
Marlies Steffen Mit Steinen sind derzeit auf dem Neustrelitzer Schlossberg die einstigen Umrisse des Schlosses nachgebildet.

Die ­Gestaltung des Schlossbergs in Neustrelitz nimmt endlich Formen an. Zwar bleibt der kühne Traum vom Neubau des 1945 abgetragenen Residenzschlosses unerfüllt. Aber der lange umstrittene Wettbewerb zur Neugestaltung des geschichtsträchtigen Areal scheint einem gutem Ende entgegenzusehen. Vom Tisch ist dabei die so­genannte Erlebnisarchitektur aus 80 Fahnenmasten.

Nunmehr wird eine Lösung favorisiert, die dem Charakter des historischen Ortes entspricht. Ideengeber ist das  Rostocker Büro Webersinke Landschaftsarchitekten. Es hatte mit ­seinem Wettbewerbsentwurf „Bellevue“ den zweiten Platz bei dem Wettbewerb zur ­Schlossberggestaltung belegt.

Der Grundgedanke "schöne Aussicht" dominiert das Projekt: Mittels zeit­gemäßer Bauformen und mit einer minimalistischen Formensprache soll ein Ort entstehen, der an das Schloss erinnert und wichtige Neustrelitzer Architekturbezüge aufnimmt. Die Grundmauern des Schlosses sollen schematisiert nachgezeichnet werden. Die Seitentrakte werden jedoch in Richtung Schlossgarten erhöht, so dass am Ende etwa ein Meter hohe Aussichtspunkte entstehen.