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Schlossgarten lässt noch ein Rätsel offen

Bäume gerodet, Wege geformt, Mauern saniert: Im Neustrelitzer Schlossgarten ist in diesem Jahr viel passiert. Viele Originaldokumente standen bei der Sanierung zur Verfügung, mindestens ein Rätsel aber konnte noch nicht gelöst werden.

Ein Anblick, an den sich die  Neustrelitzer gerade noch gewöhnen: Der Luisentempel ist nicht mehr von Bäumen verdeckt.  
Marlies Steffen Ein Anblick, an den sich die  Neustrelitzer gerade noch gewöhnen: Der Luisentempel ist nicht mehr von Bäumen verdeckt.  

Es ist immer noch ein ungewohnter Anblick: Der Luisentempel weitgehend von seinem über die Jahrzehnte gewachsenen Baumbestand befreit, mehr oder weniger nackt in der Landschaft. Kritiker schütteln finster die Köpfe. Friedrich-Wilhelm Garve, der Projektleiter für die Sanierung des Schlossgartens, weiß um die Befindlichkeiten. „Wir haben die Bäume bewusst weggenommen. Die neu gepflanzten Gehölze sollen sich dem Tempel unterordnen, ihn bestenfalls rahmen“, sagt er. Graffitti-Sprayern und Schmutzfinken soll es zudem nicht mehr so leicht fallen, Spuren zu  hinterlassen. 

Weit fortgeschritten sind im gesamten Park die Sanierungsarbeiten, demnächst fallen die Bauzäune. Aktuell sind noch Pflanzungen im Gange. Die Plätze für die Bänke aus Holz sind indes schon gepflastert, die Halterungen für Papierkörbe auf, und die alten Wegbeziehungen hergestellt. Am Marstall steht einsam und verlassen der Überrest einer Säule. Was sich darauf einmal befunden hat - Friedrich-Wilhelm Garve zuckt die Schultern. Was sich darauf befunden hat, wissen die Denkmalpfleger bis heute nicht.

Gearbeitet wird auch noch auf den Terrassen im Schlossgarten. Hier sind die Brunnenbauer aktiv, die Brunnen sollen im kommenden Frühjahr erstmals wieder sprudeln. Auch der Wegebau ist noch nicht beendet. Im Orangeriegarten wird ab  Frühjahr 2014 saniert. Danach muss abgewartet werden, wie viele Fördermittel ab 2016 für die Mittelachse des Schlossgartens bereit stehen.