Vandalismus:

Schmier-Spur zieht sich durch die Kleinstadt

Die Wesenberger sind empört. Fast 30 Schriftzüge wurden an Gebäude, Schilder, Bänke, Papierkörbe und aufs Straßenpflaster gekritzelt.

Diesen Kiosk in der Bahnhofstraße haben Schmierfinken großflächig für ihre Zwecke missbraucht.
Susanne Böhm Diesen Kiosk in der Bahnhofstraße haben Schmierfinken großflächig für ihre Zwecke missbraucht.

Schmierfinken sorgen in Wesenberg für Ärger. Eine Gruppe Graffiti-Sprüher war an den Pfingstfeiertagen in der Kleinstadt aktiv und hat extrem viele Schmierereien an Häusern, Schildern, Papierkörben, Bänken und auf dem Straßenpflaster hinterlassen. Fast alle Schriftzüge tragen die Buchstaben BDT 16, manchmal ist auch Berlin Drinking Team 2016 ausgeschrieben. Außerdem können die Sprayer anscheinend einen Herrn oder eine Frau Krause nicht leiden. Auf der Badeordnung am Weißen See steht jedenfalls seit Neuestem „Krause stinkt“.

Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Die Polizeiinspektion Neubrandenburg hat bislang 26 beschmierte Objekte registriert und schätzt den Schaden auf 2000 Euro. Die Spur der Vandalen beginnt im Nachbarort Klein Quassow. Zwischen dem Dorf und der Stadt wurde das Geschwindigkeitsschild besprüht. Auf Wesenbergs Ortseingangsschild steht Krause und BDT. Das setzt sich den gesamten Weg bis in die Stadt fort.

Wer die Schneise der Verwüstung angerichtet hat, ob die Sprayer wirklich Zufallsgäste aus Berlin waren oder doch aus der Region Wesenberg stammen, muss die Polizei ermitteln.

In Wesenberg ist der Ärger über die mutwillige Sachbeschädigung groß. „Das ist grausam“, sagt Hauptamtsleiterin Karola Kahl. „Schmierereien hat es in Wesenberg schon immer gegeben, aber so extrem war es noch nie. Gerade jetzt, so kurz vor Saisonbeginn, ist das sehr ärgerlich." Karola Kahl ruft alle auf, die Augen offen zu halten. Die Reinigungskosten tragen schließlich die Steuerzahler, darum geht es alle etwas an.

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