Gedenken an Holocaust-Opfer:

Schüler kümmern sich um Stolpersteine

Weiße Rosen zum Gedenken: Wie wichtig ihnen die Erinnerung an ein dunkles Kapitel der Geschichte ist, zeigten junge Leute in Neustrelitz.

Schülerinnen aus dem Gymnasium Carolinum legten an den Stolpersteinen weiße Rosen nieder.
Andrea Dittmar Schülerinnen aus dem Gymnasium Carolinum legten an den Stolpersteinen weiße Rosen nieder.

„Ich finde, es ist wichtig, sich zu erinnern, damit sich die Geschichte nicht wiederholt“, sagt Lara Dettmann. Die Achtklässlerin vom Gymnasium Carolinum in Neustrelitz ist eine von acht Schülern, die am Dienstag an einem Gedenkmarsch teilnahmen. Gewidmet war er dem internationalen Holocaust-Gedenktag, der immer am 27. Januar als Jahrestag der Befreiung des Konzen­trationslagers Auschwitz begangen wird.

Der Weg führte die Neustrelitzer Teilnehmer vom Marienplatz nahe dem Bahnhof, wo am Mahnmal für die Opfer des Faschismus Kränze niedergelegt wurden, zu vier Stolpersteinen in der Neu­strelitzer Innenstadt. Sie sind ins Pflaster eingelassen vor Häusern, deren Bewohner von den Nationalsozialisten vertrieben oder ermordet wurden. Dort legten die Schüler weiße Rosen zum Ge­denken nieder, ebenso an der Gedenktafel für die deportierten Sinti- und Roma-Kinder in der Tiergartenstraße.

„Schülergruppen aus dem Carolinum werden die Stolpersteine künftig pflegen“, kündigt Lehrerin Roswitha Schulze an. Schon in dieser Woche sollen die ersten Steine gesäubert werden. In Neustrelitz erinnern insgesamt 18 Stolpersteine an Bürger, die unter dem nationalsozialistischen Regime litten. Darunter sind neben jüdischen Einwohnern auch Personen wie Pastor Bernhard Schwentner, der sich gegen den Krieg einsetzte.

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