Sorge um Kinderbetreuung:

Schule in Gefahr - auch Kita vor dem Aus?

Wird der Schulweg bald viel weiter für die Kinder in Holzendorf und Umgebung? Und was soll aus der Kita im gleichen Haus werden? Eltern und Erzieher sind alarmiert durch die Gerüchte über den künftiges Schulentwicklungsplan des Kreises.

Links gehen die Kita-Kinder herein, durch die rechte Tür die Lütten der Grundschule. Der ganze Standort in Holzendorf, zu dem auch noch die Mosaik-Förderschule gehört, baut auf Kooperation auf - die mit dem Wegbrechen einer Einrichtung gefährdet wäre.
Tobias Lemke Links gehen die Kita-Kinder herein, durch die rechte Tür die Lütten der Grundschule. Der ganze Standort in Holzendorf, zu dem auch noch die Mosaik-Förderschule gehört, baut auf Kooperation auf - die mit dem Wegbrechen einer Einrichtung gefährdet wäre.

Ungewisse Zukunftsaussichten schweben derzeit wie ein Damoklesschwert über der Grundschule Pappelhain. Befeuert wurden die Bedenken zuletzt durch eine Äußerung vom Leiter des Schulverwaltungsamtes der Seenplatte, Dirk Rautmann: Ein gemeinsamer Grundschulstandort mit Woldegk sei aus Sicht der Planer die bessere Lösung, sagte er im Hinblick auf den Schulentwicklungsplan, über den der Kreistag im Sommer abstimmen soll.

Für die Eltern aus Holzendorf und den umliegenden Dörfern liegt klar auf der Hand, dass darin auch ihre Grundschule stehen muss. Einen Schulweg bis nach Woldegk, bei dem der Bus 40 Minuten und mehr zum Abklappern der Dörfer braucht, wollen sie ihren Kindern nicht zumuten.

Schließt die Grundschule, wäre aber auch die Kita bedroht, die sich im gleichen Haus befindet und mit der Schule eng zusammenarbeitet. Das Haus allein bewirtschaften könnte sie mit Sicherheit nicht. Am Ende müssten die Kita-Beiträge wohl steigen, weil viele Synergieeffekte wegfallen. 

Gemeinde will Schließung nicht hinnehmen  

Die Gemeinde Groß Miltzow steht als Schulträger voll hinter der Einrichtung. Die Schülerzahlen stimmen, auch der bauliche Zustand sei in Ordnung. Vorbildlich sei außerdem nicht nur die Zusammenarbeit von Grundschule und Kita, sondern auch die mit der Mosaik-Förderschule, die sich ebenfalls auf dem Gelände befindet.

Hier werde die allseits geforderte Inklusion vorgelebt, verdeutlicht Bürgermeisterin Elvira Janke und fragt sich, warum das wieder kaputt gemacht werden solle. „Eine Schließung nehmen wir nicht hin. Notfalls geht die Gemeinde bis zum Bildungsministerium.“ In den umliegenden Dörfern wurden bereits mehr als 1000 Unterschriften für den Erhalt der Grundschule gesammelt.

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