Schulverweigerer, Lernprobleme, Internetmobbing:

Schulsozialarbeiter zeichnen dramatisches Bild

In den Neustrelitzer Schulen geht es nicht anders zu als an anderen. Dennoch sind Kommunalpolitiker erschrocken - und wollen handeln.

"Gerangel" auf dem Schulhof? Die Sozialarbeiter an den Bildungsstätten sehen noch ganz andere Probleme.
Oliver Krato/dpa "Gerangel" auf dem Schulhof? Die Sozialarbeiter an den Bildungsstätten sehen noch ganz andere Probleme.

Kinder, deren Eltern als Arbeitslose in der "zweiten Generation" schon gar nicht mehr in der Lage sind, den Alltag zu strukturieren; Kinder in Förderklassen mit Lernproblemen und Verhaltensauffälligkeiten; Kinder, deren Eltern kein Deutsch sprechen; Kinder, die neben Pubertätsproblemen mit Internetmobbing konfrontiert sind - ein dramatisches Bild zeichnen die Schulsozialarbeiter der Neustrelitzer Bildungsstätten.

Sylvia Schnittger von der Grundschule Kiefernheide und Kerstin Kundt von der Nehru-Schule verstehen sich als Vertrauensperson, Mediator, Unterrichtsbegleiter, Verbindungsglied zu den Eltern, Koordinator für Freizeitaktivitäten gleichermaßen - ein fordernder Vollzeitjob. Davon überzeugten sich nun auch Stadtvertreter im Ausschuss für Bildung und Soziales und regten eine Bürger-Initiative an, die bildungsbenachteiligte Kinder unterstützen könnte. Zahlreiche Spezialklassen für  Kinder mit Förderbedarf wurden eingerichtet.