Aus für Tanzkompanie:

Schwerin weist Kritik an Theaterfusion zurück

Wieder werden Stimmen laut, die von Minister Brodkorb fordern, die Theaterfusionspläne aufzugeben. Aus der Landeshauptstadt kommt eine klare Antwort.

Die Tanzkompanie bei einer Aufführung.
Theater Die Tanzkompanie bei einer Aufführung.

Die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger GDBA hat Landes-Kulturminister Mathias Brodkorb (SPD) aufgefordert, seine Theaterfusionspläne aufzugeben oder aber auf die Zeit nach der Landtagswahl zu verschieben. Anlass für das Statement ist das offenkundige Aus für die Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz. Die Ensemblemitglieder – darunter 14 Tänzer – hatten sich am Dienstag arbeitslos gemeldet. Ihnen war zum 31. Mai gekündigt worden. Die Tanzkompanie ist bei dem im Land geplanten Staatstheater Nordost nicht vorgesehen. Eine Alternative zum Fortbestehen ist bislang nicht gefunden. GDBA-Präsident Jörg Löwer hält die komplette Schließung der Tanzkompanie für einen Skandal mit Ansage: „Die Tanzkompanie ist das erste Opfer der Brodkorb’schen Fusionspläne und seines unsinnigen Staatstheaters Nordost“, sagte er laut einer von der GDBA verbreiteten Mitteilung. Kritik kommt aber auch von den Grünen und der Partei Die Linke. Aus dem Kulturministerium wird die Kritik unterdessen zurückgewiesen. Nicht das Ministerium, sondern die Kommunen hätten beschlossen, in Neustrelitz das Schauspiel und nicht die Tanzkompanie zu erhalten, sagte ein Ministeriumssprecher dazu. Zudem setze der Minister nur das um, was die Koalitionsparteien vereinbart hätten.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung