Leichte Entspannung an der Wasserfront:

Seenplatte hofft auf ein paar Tage ohne Dauerregen

Noch immer staut sich nach dem Dauerregen an vielen Ecken das Nass bis Oberkante Unterlippe. Verstopfte Rohre und volle Gräben bereiten Sorgen. Nun ist aber endlich eine Entspannung der Lage in Sicht.  

Wer hier schaukeln will, der kriegt nasse Füße: Die Senke im Katersteig in Neustrelitz steht noch immer unter Wasser.
Tobias Lemke Wer hier schaukeln will, der kriegt nasse Füße: Die Senke im Katersteig in Neustrelitz steht noch immer unter Wasser.

Probleme mit dem Ablauf am Ehrenhofer Dorfteich, ein Havariefall bei Stolpe oder ein verstopfter Durchlass in der Neustrelitzer Gartenanlage an der Fasanerie: Das sind einige der Fälle, die beim Wasser- und Bodenverband Obere Havel/Obere Tollense in den vergangenen Tagen die Drähte heiß laufen ließen. Der Verband kümmert sich um alle Gewässer zweiter Ordnung, das heißt zum Beispiel um die vielen Entwässerungsgräben. Und die waren in Mecklenburg-Strelitz zuletzt randvoll. Der seit Weihnachten anhaltende Regen hatte die Situation an manchen Stellen kritisch werden lassen.

Dabei sei der Strelitzer Bereich sogar glimpflich davongekommen, erklärt Verbandsmitarbeiter Frank Filter. Er ist zuständig für die Kleinseenplatte und das Neustrelitzer Umland. „Wir sind derzeit mehr gefordert und es gibt viel Staunässe auf den Flächen, aber wirklich akute Havarien hat es hier nicht gegeben“, erklärt Filter. Schlimmer habe es beispielsweise das Penzliner Umland getroffen. In Marihn wurde Wasser von einer Sportanlage abgepumpt und zwischen Krukow und Alt Rehse musste eine Straße wegen der Fluten gesperrt werden.

Ein Auge auf Schwachstellen im System

„Trotzdem sind die jetzigen Wassermassen noch kein Vergleich zum Hochwasser von 2011“, betont Filter. Im Sommer vor vier Jahren hatte es unter anderem auch in Neustrelitz mit der Entwässerung über den Roten Bach Probleme gegeben. Aus den Fehlern von damals habe man aber gelernt. Auf Schwachstellen im System, die es nun mal gebe, weil etwa ein Rohr eine Straße queren muss, haben die Mitarbeiter vom Wasser- und Bodenverband ein wachsames Auge. Zudem geben die Bürger zumeist schnell Bescheid, falls es mal an einer Stelle brenzlig wird. So konnte etwa das verstopfte Rohr an der Fasanerie in Neustrelitz schnell durch den Einsatz eines Baggers freigeräumt werden.

„Die Situation wäre viel schlimmer, wenn wir zuvor noch gefrorene Böden gehabt hätten“, erklärt Verbandschefin Anke Kloth. Mittlerweile ist die erhoffte Entspannung an der Wasserfront auch in Sicht. So sei schon zum Ende der vorigen Woche mit dem Wetterumschwung eine bessere Lage zu erkennen gewesen. Das zurückliegende Wochenende ohne große Regengüsse dürfte weiter dazu beigetragen haben.

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