Gefahr wie aus dem Nichts:

Sind die Strelitzer Wälder voller Bomben?

Neue Schilder warnen in Wäldern bei Mirow und Wesenberg vor munitionsbelasteten Gebieten. Zuvor standen dort über Jahrzehnte keine Hinweise. Wo kommen plötzlich die neuen Erkenntnisse über die Bomben im Boden her?

Bisher konnten Spaziergänger diesen Wald ohne Furcht betreten.
Tobias Lemke Bisher konnten Spaziergänger diesen Wald ohne Furcht betreten.

Hier herrscht Lebensgefahr, warnen Schilder in den Wäldern der Mecklenburgischen Kleinseenplatte. Die eine oder andere Lieblingsstelle für Pilzsammler oder Waldspaziergänger ist damit sicher futsch. Denn seit kurzem prangen Hinweise auf munitionsbelastete Gebiete, wo zuvor Jahrzehnte lang keine Warnschilder standen - zum Beispiel auf beiden Seiten entlang der Bundesstraße B 198 zwischen Mirow und Zirtow.

Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) stößt das sauer auf. "Das ist Schwachsinn, falls hier nur versicherungstechnische Gründe eine Rolle spielen", findet er. Mehr als 50 Jahre lang seien in den betreffenden Wäldern keine Warnschilder aufgestellt worden. Dass es dort nun plötzlich gefährlich sein soll, sei unschön für Touristen und Einheimische.

Die betreffenden Waldstücke gelten jedoch schon seit längerem als munitionsbelastet, erklärt Forstamtsleiterin Angela Wilke. "Wir haben jetzt nur noch die Beschilderung nachgezogen." Die Forstwirte hätten gehofft, dass es mit dem Absuchen und Bereinigen der Flächen etwas schneller vorangeht. Das sei leider nicht der Fall gewesen, daher nun die Schilder im Wald.

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