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Solarpark entsteht in Schlammlandschaft

Tausende von Photovoltaik-Modulen werden demnächst vor den Toren der Windmühlenstadt Sonnenenergie zu Strom umwandeln. Erst einmal muss der durchtränkte Ackerboden, auf dem das passieren soll, aber entwässert werden.

Das Baufeld für den künftigen Solarpark ist nach dem Regen der vergangenen Wochen völlig aufgeweicht. 
Tobias Lemke Das Baufeld für den künftigen Solarpark ist nach dem Regen der vergangenen Wochen völlig aufgeweicht. 

Im Woldegker Gewerbegebiet an der Bundesstraße 198 in Richtung Neustrelitz haben die Bauarbeiten für einen neuen Solarpark begonnen. Die momentane Lage im Baufeld macht dabei den Firmen zu schaffen. Der Dauer­regen der vergangenen Wochen hat große Wasserflächen und einen durchweg aufgeweichten Ackerboden ­hinterlassen.

„Wir hätten nicht gedacht, dass es in der Mecklenburgischen Seenplatte so viel Wasser gibt“, sagt Marcel Ruppert von der Pfalzsolar GmbH aus Ludwigshafen scherzhaft. Seine Anspielung gilt den riesigen Wasserlachen, die derzeit aus dem Gelände gepumpt werden müssen. Zudem wird versucht, über Drainagen das Areal am Woldegker Ortseingang zu entwässern. Das alles seien Aufwendungen, die zuvor so nicht abzusehen waren, sagt Ruppert.

Momentan werden auf dem zwölf Hektar großen Gelände die Rammpfosten in den Boden getrieben. Auf die Stangen, die bereits zu Hunderten aus der Erde ragen, wird später die Tragkonstruktion für die einzelnen Solarplatten montiert. „Wir werden hier in Woldegk 35136 Solarmodule aufstellen“, nennt Ruppert eine Zahl, die die Größe des geplanten Parks bewusst macht. Woldegks Sonnen-Kraftwerk soll eine Leistung von fast 9000 Kilowatt-Peak erreichen. Umgemünzt auf den Durchschnittsverbrauch eines deutschen Haushalts würde das bedeuten, dass der Solarpark rund 2300 Haushalte mit Strom versorgen kann. „Eine Stadt wie Woldegk ist also locker drin“, so Ruppert.

Nach der Fertigstellung - laut Plan Ende Februar - werde die Pfalzsolar GmbH die Photovoltaikanlage an einen Investor verkaufen. Es gebe bereits mehrere Interessenten.