Waldbrandgefahr wächst:

Sonne und Wind trocknen das Strelitzer Land völlig aus

Wettergott Petrus lässt es einfach nicht regnen. Und unsere Wälder müssen darunter leiden. Denn die Brandgefahr ist schon wieder sehr groß.

Noch sind die Wälder von Bränden verschont geblieben. Im vergangenen Jahr hatte es unweit von Groß Quassow einen schweren Waldbrand gegeben.
NK-Bildmontage mit Fotos: Marlies Steffen und Jens Wolf Noch sind die Wälder von Bränden verschont geblieben. Im vergangenen Jahr hatte es unweit von Groß Quassow einen schweren Waldbrand gegeben.

Noch ist es zu früh, von einer Dürre zu reden. Staubtrocken ist es dennoch. Die intensive Sonnenstrahlung und der teils böige Wind haben die Situation noch verstärkt. Die Landwirte sind nicht eben begeistert, die Kleingärtner auch nicht. Und im Bereich des Leitforstamtes Mirow gilt die Waldbrandgefahrenstufe 4 – fünf Gefahrenstufen gibt es insgesamt.

Peter Dinse aus der Waldbrandwarnzentrale des Leitforstamtes Mirow ist hinsichtlich der Trockenheit in Sorge. Elf Brände hat es in diesem Jahr schon im Überwachungsgebiet des Leitforstamtes gegeben. Die Mirower sind für 277 000 Quadratkilometer zwischen Jasnitz im Westen Mecklenburgs und Torgelow im Osten des Landes zuständig. Die Feuer wüteten allerdings nicht in der Strelitzer Region, bekräftigt Dinse. Im Bereich Torgelow ist es noch trockener, da gilt bereits jetzt die Gefahrenstufe 5. 

Kameras auf den Türmen zeichnen die Situation auf

Die Mirower Wächter über sichere Wälder sind ab Gefahrenstufe 4 täglich von 9.45 Uhr bis 20.15 Uhr im Einsatz. Vier in der Waldbrandwarnzentrale aufgestellte Monitore zeigen regelmäßig Bilder aus den Wäldern. Zur Erinnerung: Die Feuerwachtürme der Region sind schon seit Jahren mit automatischen Kameras ausgestattet. Vier Mitarbeiter kümmern sich in der Zentrale um die Überwachung, schauen akribisch, ob etwa irgendwo eine Rauchsäule aufsteigt, sich Wolken bilden, die nichts mit dem Himmelsgewölk zu tun haben.

Seit dem 1. Juni hat es im Strelitzer Land nicht mehr geregnet, sagt Peter Dinse. Und, was da an diesem 1. Juni vom Himmel kam, sei auch sehr bescheiden gewesen. Durchschnittlich ein Millimeter Niederschlag. Das ist eher der berühmte Tropfen auf den heißen Stein gewesen. Immerhin, für das Wochenende gibt es Hoffnung. Der Sonntag und der Montag könnten endlich den ersehnten Regen bringen, sagen die Prognosen voraus. Wenn nicht, dann wird wohl spätestens auch am Sonntag in Mecklenburg-Strelitzer Wäldern die Waldbrandgefahrenstufe fünf herrschen.

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