Außergewöhnliche Vereinbarung in Kraft:

Stadtwerke lassen Bürger mit am Windrad drehen

Ein Vertrag des Neustrelitzer Versorgers schreibt erstmals in Deutschland die Teilhabe von Anwohnern fest. Und schon gibt es Interessenten.   

Haben die Bürger was vom Bau neuer Windkraftanlagen?
Jens Büttner Haben die Bürger was vom Bau neuer Windkraftanlagen?

Die Stadtwerke Neustrelitz haben mit der Schweriner Naturwind GmbH einen Gesellschaftervertrag zur Umsetzung ihrer Windenergiepläne bei Groß Miltzow abgeschlossen. Darin ist vermutlich erstmals in Deutschland auch eine Bürgerbeteiligung verankert. „Ich kenne zumindest kein weiteres Beispiel“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Schmetzke.

„Die Planungen sind weit vorangeschritten und die ersten Rechnungen aufgelaufen, so dass die Gründung der Gesellschaft jetzt fällig war“, begründete Schmetzke den Schritt. „Wir mussten Farbe bekennen.“ Die Stadtwerke hoffen, nun in einem beschleunigten Genehmigungsverfahren 2016 im Erschließungsgebiet Groß Miltzow II Baurecht für elf Windmühlen zu erhalten, darunter drei sogenannte Bürgerwindräder. 

Wie Schmetzke weiter mitteilte, wolle die neue Gesellschaft die Zeit bis zum Baustart auch nutzen, um die Teilhabe von Bürgern und der Gemeinde an dem Projekt zu organisieren. Dazu gibt es verschiedene Modelle,
darunter das Genossenschaftsmodell. So hat sich bereits eine Bürgergenossenschaft aus Waren, die bislang im Solarbereich operiert, für das Projekt Groß Miltzow II interessiert. Ihr können Anwohner beitreten.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung