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Städte kämpfen weiter für Kleinseenbahn

Ende des Jahres droht das Ende der Bahnstrecke zwischen Mirow und Neustrelitz, die betroffenen Städte wollen nun erneut auf einen Weiterbetrieb drängen – und im Gegenzug etwas anbieten.

Die Betriebssicherheit der Kleinseenbahn ist nur bis Ende 2017 gewährleistet.
Susanne Böhm Die Betriebssicherheit der Kleinseenbahn ist nur bis Ende 2017 gewährleistet.

Die Städte entlang der Strecke der Kleinseenbahn kämpfen weiter für deren Erhalt. Im Gegenzug für ein langfristiges Bekenntnis des Landes würde Mirow seinen Bahnhofsvorplatz sanieren, erklärte Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP). Wohl auch Wesenberg und Neustrelitz wären zu ähnlichen Maßnahmen bereit. Eine entsprechende Willensbekundung wollen die drei Städte demnächst dem Land präsentieren.

„Wir wollen Verantwortung übernehmen und uns verpflichten, die Bahnhofsvorplätze attraktiver zu gestalten“, so Schmettau. „Aber dafür muss das Land uns zusichern, dass die Bahn erhalten bleibt.“ Die Städte seien zu Investitionen bereit, wollten aber eine gewisse Sicherheit. „Wir haben Sorge, dass wir jetzt investieren, dann aber die Bahn plötzlich nicht mehr fährt.“

Mirow, Wesenberg und Neustrelitz zögen in der Sache am selben Strang. „Wir sagen: Der ländliche Raum darf nicht vergessen werden, außerdem sind die Fahrgastzahlen gestiegen.“ Die Unsicherheit bremse zudem die Investitionsbereitschaft der Betreibergesellschaften: Ist der Weiterbetrieb nicht gesichert, würden beispielsweise auch keine Bahnhofsgebäude saniert.

Die Betriebssicherheit der Kleinseenbahn ist nur bis Ende 2017 gewährleistet. Derzeit bezuschusst das Land den Betrieb jährlich mit 300 000 Euro im Rahmen eines Modellprojekts, dieses Projekt aber läuft Ende des Jahres aus. Ob die Bahn weiter unterstützt wird, hatte das Land bisher stets offen gelassen. Landkreis und Städte drängen seit Langem auf den Weiterbetrieb.