Lampenfieber vorm großen Wettbewerb:

Staplerfahrer trainiert für Deutsche Meisterschaft

Im Berufsalltag transportiert er Getränkekisten; am Wochenende bekommt er es unter anderem mit Gummi-Entchen zu tun: Torsten Gruhne aus Woldegk ist einer der besten Gabelstaplerfahrer Deutschlands.

Gabelstaplerfahrer Torsten Gruhne trainiert für die Deutsche Meisterschaft.
Susanne Böhm Gabelstaplerfahrer Torsten Gruhne trainiert für die Deutsche Meisterschaft.

Torsten Gruhne hat Lampenfieber. Daraus macht der 43-Jährige auch keinen Hehl. Schließlich will er es mit den Besten der Besten aufnehmen. Am 21. September kämpft er beim Stapler-Cup im bayerischen Aschaffenburg um den Titel Deutscher Meister im Staplerfahren - gegen 62 Konkurrenten, die ihre Fahrzeuge beherrschen wie der Chirurg das Skalpell. "Ich bin so nervös, es flattert alles, Puls ohne Ende", beschreibt Gruhne seine Gemütslage. Im Wettbewerb zählt jede Sekunde, jeder Millimeter.

Wichtig: cool bleiben!

Qualifiziert hat sich der Woldegker mt einem 2. Platz bei der Regionalmeisterschaft in Neubrandenburg. In Aschaffenburg will er unter die ersten 30 kommen - und vor allem: cool bleiben. Er weiß: "Wenn du Angst hast, kannst du nach Hause gehen."

Richtig vorbereiten kann er sich nicht. Erst eine Woche vor dem Turnier wird verraten, wie der Parcours aussieht. Zudem muss er ein Fabrikat steuern, mit denen er wenig Erfahrung hat. Gefürchtet ist der Seitenmasthubstapler. "Wenn du so ein Teil nicht hast, kannst du im Wettbewerb nur aufsteigen und sehen, wie du klar kommst."

Auch der tägliche Job ist kompliziert

Seit 16 Jahren arbeitet Gruhne als Gabelstaplerfahrer bei der Trinks GmbH Neubrandenburg mit Sitz in Wolfshagen bei Woldegk. Bis zu 27 000 Getränkekästen werden bei dem Logistikunternehmen täglich verladen. Torsten Gruhne ist einer von acht Staplerfahren, die Tag für Tag Bier-, Saft und Wasserkästen auf großen Paletten von Lastwagen heben und in bis zu sieben Meter hohen Regalen verstauen. Bei der Meisterschaft allerdings muss er Aufgaben bewältigen, die bei der täglichen Arbeit nicht von ihm verlangt werden: Kisten im Kreis stapeln oder Gummi-Enten an Ösen aus einem Bassin fischen.

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