Wie kann das sein?:

Mysteriöser Stein fliegt von selbst durchs Wohnzimmer

Dem Neustrelitzer Rentner sitzt noch der Schrecken in den Knochen und die  Experten sind ratlos: Plötzlich erhob sich das Ding mit einem lauten Knall in die Luft.

Günter Pucherts Lebensgefährtin Edith Unmack erwarb diesen Stein vor einigen Jahren auf einem Flohmarkt.
Marlies Steffen Günter Pucherts Lebensgefährtin Edith Unmack erwarb diesen Stein vor einigen Jahren auf einem Flohmarkt.

Schier Unglaubliches ist dieser Tage in einer Neustrelitzer Wohnung geschehen: Ein Stein hat sich von selbst in Bewegung gesetzt. Er lag auf einem Heizkörper und gab plötzlich einen dumpfen Knall von sich. Dann flog er durch die Luft und schlug auf dem Teppichboden auf – allem Anschein nach unbeschädigt.  So beschreibt es Nordkurier-Leser Günter Puchert. Das Ganze sei vor seinen Augen passiert, erzählt der Mann. Günter Puchert saß vor dem Fernseher, als das Gestein seine Spur durchs Wohnzimmer zog. Angesichts des dabei kurzzeitig verursachten Lärms glaubte er, „die Zimmerdecke stürzt ein“. 

Günter Puchert  brauchte ein paar Tage, bis sich das Erlebte setzen konnte. Jetzt befand er aber, dass er wissen möchte, wie der Stein überhaupt in Bewegung geraten konnte. „Das muss doch eine Ursache haben“. Bislang habe sich der Stein nämlich unauffällig verhalten, beschreibt  Günter Puchert, der eigentlich in Wittenburg zu Hause ist. Mit seinen 84 Jahren  kommt er körperlich und geistig quasi „fit, wie ein Turnschuh“ herüber. Und er pendelt sogar noch. Seine Lebensgefährtin  wohnt in Neustrelitz. In ihrer Wohnung ist die unglaubliche Steinbewegung auch passiert.

Die Lebensgefährtin war es auch, die den Stein vor einigen Jahren in ihre Wohnung brachte. Sie hat ein Faible für diese Zeugnisse erdgeschichtlicher Entwicklung und über die Jahre eine kleine Sammlung zusammengetragen. Das Exemplar, um das es jetzt geht, erstand sie auf einem Flohmarkt.

Bevor sich der Stein  von selbst in Bewegung setzte, hat er etwa drei Tage auf einer warmen Heizung  – Temperatur etwa 20 Grad – gelegen, sagt Günter Puchert. Links und rechts neben dem Objekt befanden sich ebenfalls auf der Heizung metallene Buchstützen. Besondere Erschütterungen habe es zu der Zeit als sich der Stein in Bewegung setzte, in der Wohnung oder deren Umfeld nicht gegeben.

Der vom Nordkurier befragte Usadler Geologe Klaus Granitzki hat für den „explosiven Stein“ aus Neustrelitz vorerst keine Erklärung. Der beschriebene Vorgang sei  auf jeden Fall ein Phänomen. Klaus Granitzki konnte den Stein am Montag allerdings nur auf einem vom Nordkurier zur Verfügung gestellten Foto betrachten.  Das brachte weder ihn noch seinen Kollegen Jochen Stein aus Dolgen weiter.  Granitzki möchte den Stein jetzt leihweise überlassen bekommen, um sich mit ihm genauer zu beschäftigen. Gegebenenfalls soll er auch einem wissenschaftlichen Institut zur Verfügung gestellt werden. So ungewöhnlich, wie sie auf den ersten Fall klingt, ist die Beobachtung aus Neustrelitz aber wohl nicht, erfuhr der Nordkurier. „Wir bekommen öfter solche Nachfragen und sind auch sehr daran interessiert“, sagt Klaus Granitzki.

 

 

 

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!