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Storchenpaar entscheidet sich für neuen Wohnsitz

Im Stadtteil Torwitz in Neustrelitz hat sich ein Brutpaar angesiedelt. Damit gibt es in der Stadt nun zwei besetzte Horste. Naturschützer hoffen, dass die Vögel genügend Nahrung finden.

Die Störchin brütet, während ihr Partner in den fetten Wiesen und Weiden Nahrung sucht. Die Störche haben sich in Torwitz auf einem Mast angesiedelt, der extra für sie aufgestellt wurde. 
Susanne Böhm Die Störchin brütet, während ihr Partner in den fetten Wiesen und Weiden Nahrung sucht. Die Störche haben sich in Torwitz auf einem Mast angesiedelt, der extra für sie aufgestellt wurde.

In Neustrelitz brütet erstmals seit 50 Jahren ein zweites Storchenpaar. „Damit hat sich die Anzahl der Brutpaare im Stadtgebiet auf einen Schlag verdoppelt“, sagt Erwin Hemke vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Die Adebare haben sich in einem Horst auf einem Mast im Stadtteil Torwitz eingerichtet. Seit 14 Tagen sind sie da. „Das ist vermutlich das Paar, das sich immer in Userin herumgetrieben hat“, so der Nabu-Kreisverbandsvorsitzende. „Die Useriner haben sich gewünscht, dass sich die Störche bei ihnen ansiedeln. Aber ich habe gleich gesagt, das wird nichts. Da gibt‘s nur Acker. Da finden Störche keine Nahrung. Ein Mal haben sie mit Ach und Krach zwei Jungen großgezogen. Danach haben sie es nicht mehr versucht.“

Der Landwirt in Torwitz sei ebenfalls sehr storchenfreundlich. Er habe vor drei Jahren den Mast aufgestellt. Der Ort ist umgeben von fetten Wiesen und Weiden mit Wassergräben und Tümpeln. Der Zierker See ist auch nicht weit. „In Torwitz finden sie hoffentlich, hoffentlich genug Nahrung.“

Im Jahr 1900 gab es in Neustrelitz 21 Storchenhorste, weiß Erwin Hemke. „Seitdem ging es immer abwärts. Dass sich jetzt endlich ein zweites Paar angesiedelt hat, ist toll.“ Das erste Paar nistet im Stadtteil Altstrelitz.

Kommentare (1)

beschissen! Ihr Bestand hat sich seit 2000 halbiert. Schuld ist die intensivierte Landwirtschaft. Eine Besserung ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Einen Storch zu sehen, wird schon in wenigen Jahren etwas ganz Besonderes sein, leider.