Mirower wollen nicht länger warten:

Straßenaktivisten nehmen neuen Anlauf

Wann wird die Umgehungsstraße gebaut? Platzt der Traum sogar? Die Mirower wollen endlich Klarheit. Mit einem Brief versuchen sie, Verkehrsminister Christian Pegel wachzurütteln. 

Der Lkw-Verkehr nervt die Mirower seit vielen Jahren.
Tobias LEMKE Der Lkw-Verkehr nervt die Mirower seit vielen Jahren.

Die Bürgerinitiative Umgehungsstraße Mirow (BI) nimmt einen neuen Anlauf. Nach der niederschmetternden Nachricht aus dem Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern, das der Klage aus Starsow aufschiebende Wirkung zubilligt, hat die BI jetzt an Landes-Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) geschrieben.

„Wir sind entsetzt“, schreibt Volker Graf Bethusy-Huc im Namen vieler frustrierter Mirower. „Nach Aussagen der mit der Planung befassten Behörden sollten die Arbeiten besonders gewissenhaft vorbereitet und durchgeführt werden, um jedweden Ansatzpunkt für eine Klage auszuschließen. Mit diesen Beteuerungen wurde der sich ständig verlängernde Zeitbedarf für die Planung gegenüber den Mirowern begründet. Nun muss festgestellt werden, dass von Fachexperten simple Fehler im Planfeststellungsverfahren gemacht wurden und den Bau auf unbestimmte Zeit, vielleicht auf Jahre, verzögern, unter Umständen sogar ganz verhindern“, schreiben die Mirower an den Verkehrsminister.

Angebote für die Klägerin

Die Bürgerinitiative fragt: „Wie konnte es zu den offensichtlichen, planungsrechtlichen Fehlern kommen? Welche Amtsstube, welche Experten haben ihr Handwerk hier nicht beherrscht? Wer trägt für dieses Desaster die Verantwortung?“. Die Bürgerinitiative schlägt vor: „Will man abwarten, bis das Oberverwaltungsgericht in Greifswald in vielleicht sechs, zwölf oder 15 Monaten entscheidet, oder kann man das fehlerhafte Verfahren unabhängig vom Gerichtsentscheid zeitnah neu und diesmal richtig einleiten und damit wertvolle Zeit gewinnen? Könnte eventuell der Klägerin zur Rücknahme der Klage eine Lärmschutzaufschüttung im Bereich Starsow angeboten werden?“ Die Bürgerinitiative erwartet: „Von verantwortlicher Seite dringend und zeitnah eine Erklärung und Auskunft, welche Maßnahmen das Infrastrukturministerium nun einleiten will und kann.“

Am Donnerstag, dem 11. Februar, ruft die BI zu ihrer nächsten Straßendemo auf. Treffpunkt ist um 18 Uhr in der Schulkurve auf der Ortsdurchfahrt. BI-Sprecher Marian Lopuszanski hofft, bis dahin Informationen vom Ministerium bekommen zu haben und diese bei der Demo bekannt geben zu können. Alle Mirower sind herzlich willkommen.

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