Erst mal ein Gutachten:

Streit um die Parkvilla: Ende noch nicht in Sicht

Das Großherzogliche Parkhaus in Neustrelitz soll ans Land zurückübertragen werden. Doch die Amtsmühlen mahlen sehr langsam. Ende August war ein Gutachter da. Der hat jetzt erst einmal Zeit, bis er die Ergebnisse vorlegen muss. Worum es dabei geht, dürfte klar sein.

Der Gammel ist unübersehbar an der Großherzoglichen Parkvilla. Noch ist völlig unklar, was aus dem Gebäude wird. Ein Gerichtsverfahren ist noch immer nicht abgeschlossen.
Marlies Steffen Der Gammel ist unübersehbar an der Großherzoglichen Parkvilla. Noch ist völlig unklar, was aus dem Gebäude wird. Ein Gerichtsverfahren ist noch immer nicht abgeschlossen.

Noch immer ist die Zukunft des denkmalgeschützten Großherzoglichen Parkhauses in Neustrelitz ungewiss. Zwar hatte das Land im Januar ein Gutachten angekündigt. Das aber ist erst im August in Auftrag gegeben worden. Und auch nicht durch das Land Mecklenburg-Vorpommern, in dessen Besitz sich die Parkvilla einst befand. Das Gericht hat einen unabhängigen Gutachter beauftragt. Der hat jetzt ein halbes Jahr Zeit das Gutachten anzufertigen. Vor Ort in Neustrelitz sei er Ende August gewesen, erfuhr der Nordkurier. Wie Christian Hoffmann, Sprecher des Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL) dem Nordkurier bestätigte, könne erst nach Vorlage des Gutachtens das immer noch offene Gerichtsverfahren um die Rückabwicklung des Kaufvertrags zwischen dem jetzigen Besitzer und dem Land weitergeführt werden. In dem Gutachten soll ermittelt werden, in welchem Umfang die investiven Maßnahmen des aktuellen Besitzers gegen den einstigen Kaufpreis aufzurechnen sind. Es geht also ums Geld.

Die Großherzogliche Parkvilla war 2003 vom jetzigen Besitzer erworben worden. Nach eigenem Bekunden wollte der Besitzer in dem Gebäude eine Bildungseinrichtung etablieren. Vor allem Studenten aus Asien sollten dort ausgebildet werden. Zur Umsetzung der Pläne kam es aber nicht. Das Land wiederum hatte sich bei dem Immobilienverkauf ein Wiederkaufsrecht eingeräumt. Und das soll jetzt durchgesetzt werden. Allerdings nicht erst seit gestern. Die Amtsmühlen mahlen in dieser Angelegenheit bereits seit 2012. Das Land hält indessen weiter an seinen Plänen fest, die Parkvilla nach einer Rückabwicklung erneut zu verkaufen, wie BBL-Sprecher Christian Hoffmann signalisierte.