Sind sie da, sind sie weg:

Streit um Futternäpfe für streunende Katzen

Eine Neustrelitzerin füttert Katzen, aber die Näpfe verschwinden einfach. Das ist nicht die feine Art, aber das Grundproblem liegt woanders.

Füttern oder nicht füttern? Um freilaufende Katzen gibt’s Streit in Neustrelitz
Kathrin39 - Fotolia Füttern oder nicht füttern? Um freilaufende Katzen gibt’s Streit in Neustrelitz

Marlies Wilk ist empört und auch verzweifelt. Viele Jahre schon füttert die Neustrelitzerin wild lebende Katzen unweit des Bahngeländes nahe der Neustrelitzer Schlachthofstraße. Doch ihr Bemühen, die mauzenden Gesellen satt zu machen, wird neuerdings torpediert. Ein Anwohner aus der Nachbarschaft nehme die Futternäpfe weg. Das kann der Mann doch nicht machen, hadert die Frau. 

Kein Geld für Kastration

Für die Neustrelitzer Tierärztin Anne Müller sind die verschwundenen Futternäpfe zwar eine neue Erfahrung. Aber am Grundproblem ändern sie nichts: In Neustrelitz sind zu viele freilebende Katzen unterwegs. Die Tierschützer versuchten zwar die Tiere zu kastrieren. Allerdings reichen die Mittel nicht aus. Aus Spendengeldern allein ließe sich der durch den Tierarzt vorgenommene Eingriff nicht bezahlen. Es gebe Beispiele aus anderen Kommunen, wo Gelder  bereitgestellt würden. Der Wunsch aber ist offenbar schwer zu erfüllen.

Keine Plage, aber "bedenkliche Situation"

Nur bei einer Katzenplage, von der tatsächlich eine Gefahr ausgeht, könne die Stadt einen Zuschuss geben, sagt Rathaussprecherin Petra Ludewig. Notwendig sei dazu außerdem eine fachlich kompetente Einschätzung des kreislichen Veterinäramtes. In Neustrelitz sei ein solcher Fall in den vergangenen Jahren erst einmal aufgetreten.

Von einer Katzenplage möchte auch Anne Müller derzeit nicht sprechen. Aber die Situation sei nicht unbedenklich. Je mehr freilebende Katzen, um so höher das Risiko, kranke Tiere vorzufinden, so die Tierärztin. Sie verweist auch darauf, dass eigentlich nur kastrierte Katzen gefüttert werden sollen. Allerdings weiß sie auch um die vielen Bürger, denen abgemagert herumlaufende Tiere leid tun. Die Situation werde aber letztlich verschlimmert, wenn unkastrierte Tiere Futter erhielten.

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