Meckerstellen-Aktion gegen Raser:

Strelitzer bitten fleißig um Blitzer

Wo gemeckert wird, wurde jetzt geblitzt. Die Polizei hat rund um Neustrelitz auf Bürgerhinweise reagiert und an sogenannten Meckerstellen die Geschwindigkeit der Autofahrer kontrolliert. Das dürfte für einige nicht nur teuer werden.

Die Mirower Mühlenstraße wurde der Polizei im Rahmen der Aktion "Meckerstellen" gemeldet. Jetzt wurde hier genau wie an weiteren fünf Stellen in und um Neustrelitz geblitzt.
Susanne Böhm Die Mirower Mühlenstraße wurde der Polizei im Rahmen der Aktion "Meckerstellen" gemeldet. Jetzt wurde hier genau wie an weiteren fünf Stellen in und um Neustrelitz geblitzt.

Von wegen hier wird wahllos geblitzt! Die Polizei hat erstmals die Einwohner in die Wahl ihrer Blitzerstandorte einbezogen. Als „Meckerstellen“ - so der Name der Aktion der Polizeiinspektion Neubrandenburg - entpuppten sich rund um Neustrelitz auf Hinweise aus der Bevölkerung unter anderem die Ortsdurchfahrten in Roggentin und in Blankensee, informiert Pressesprecherin Karen Lütge. Die Feldberger haben die Raserei in der Neuhofer Straße satt. Auf der Bundesstraße 122 in Canow geht es den Einwohnern ebenfalls zu rasant zu. Die Neustrelitzer bemängeln die Raserei in der Useriner Straße und in der 30er-Zone in der Mirower Mühlenstraße wird demnach auch zu oft zu viel Gas gegeben.

In der vergangenen Woche wurden nun genau an diesen sechs „Meckerstellen“ Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei und mit Hilfe des Ordnungsamtes des Landkreises durchgeführt. Die abschließende Statistik sieht so aus: An den besagten Stellen wurden genau 967 Fahrzeuge gemessen. 17 der Autofahrer waren zu schnell unterwegs. „In Roggentin wurden gleich zweimal Autofahrer festgestellt, die mit 82 Kilometern die Stunde statt mit den erlaubten 50 Kilometern die Stunde unterwegs waren“, führt Karen Lütge ein Beispiel an. Laut Bußgeldkatalog kostet eine Geschwindigkeitsüberschreitung um 32 Kilometer die Stunde 160 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Die Aktion „Meckerstellen“ ist auch noch nicht zu Ende, betont Karen Lütge. „Noch bis Oktober werden wir Messungen vornehmen“, sagt die Sprecherin. Nach wie vor gehen bei ihr Hinweise aus der Bevölkerung ein, wo Geschwindigkeitskontrollen angeraten wären. Als einen vollen Erfolg schätzen die Ordnungshüter die Aktion ein. Die Einwohner hätten sich teilweise in Gruppen zusammen geschlossen und sich die Arbeit gemacht, ausführliche Begründungen zu schreiben.

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