Experten rätseln über Brucellose in Süddeutschland:

Strelitzer Ferkel scheinen schuldlos

Stammt die Schweinepest in Baden-Württemberg tatsächlich aus dem Strelitzer Land? Nach bisherigen Erkenntnissen der Veterinäre ist das kaum möglich.

Monate nach dem Brucellose-Fall auf seinem Hof muss sich Landwirt Karsten Dudziak über Nachrichten aus Baden-Württemberg wundern.
André Gross Monate nach dem Brucellose-Fall auf seinem Hof muss sich Landwirt Karsten Dudziak über Nachrichten aus Baden-Württemberg wundern.

Ratlosigkeit bei den Experten: Die Nachricht, dass Ferkel aus Neustrelitz auf einem baden-württembergischen Hof Brucellose ausgelöst haben sollen, wird im Landratsamt der Seenplatte mit Verwunderung quittiert. „Erst mal steht gar nicht fest, ob es sich beim dort festgestellten Erreger um den gleichen Genotyp handelt, mit dem wir es in Neustrelitz zu tun hatten“, sagt Amtstierärztin Dr. Monika Walter.

Die Ferkel, die mit einem natürlichen Schutz gegen Brucellose ausgestattet sind, stammten aus einem Mastbestand. Zur Schlachtung vorgesehene Masttiere erreichen nicht das Alter, in dem sie Gefahr laufen, nicht mehr gegen Bruccellose immun zu sein – so der bisherige Wissensstand. Bei dem Strelitzer Fall waren lediglich die Zuchttiere getötet worden - 500 Sauen und Eber sowie 400 Saugferkel, die ohne Muttertiere nicht mehr lebensfähig waren.

Den betroffenen Landwirt Karsten Dudziak erreichte die Nachricht vom süddeutschen Brucellose-Fall im Skiurlaub. Er könne gegenwärtig nicht sagen, um welche Lieferung es sich handle hat, verkaufe aber Ferkel „grundsätzlich nur aus dem Mastbestand und mit Genehmigung der Veterinärbehörde“. Auch die Einfuhr in den Landkreis Biberach sei nur mit Genehmigung des dortigen Veterinäramtes möglich gewesen. Dass die Ferkel von einem von Brucellose heimgesuchten Hof stammen, sei selbstverständlich übermittelt worden.

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