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Strelitzer geht gegen Umbau der Luisengedenkstätte vor

Der Streit zwischen dem Land und den Gegnern des neuen Konzeptes für die Ausstellungsräume im Schloss Hohenzieritz spitzt sich zu.

So hatte sich die Luisen-Gedenkstätte bislang präsentiert.
Heiko Brosin/Archiv So hatte sich die Luisen-Gedenkstätte bislang präsentiert.

Der Neustrelitzer Jürgen Haase hat bei der Denkmalbehörde Anzeige gegen die Verwaltung der Schlösser und Gärten MV wegen mutmaßlicher Beschädigung eines baulichen Denkmals erstattet. Grund dafür sei die geplante Umgestaltung der Luisengedenkstätte im Schloss, die die Zerstörung eines Denkmals bedeutet, denn schließlich sei das Schloss Hohenzieritz Bestandteil der Denkmalliste.

Das Vorhaben der Schlösser- und Gärtenverwaltungen stellt laut Haase mit der Zerstörung der Wandgestaltung der beiden Vorräume des Sterbezimmers „erneut einen Akt“ dar, „der an die Bilderstürmerei und Kulturbarbarei in der frühen DDR, aber auch anderer geschichtlicher Epochen erinnert“, übte der Hobby-Historiker scharfe Kritik. Bezeichnend für ihn sei eine Aussage der Behördenvertreter in dieser Woche gewesen, wonach es für die geplanten Arbeiten im Hohenzieritzer Schloss keine denkmalpflegerische Zielstellung geben würde. Jürgen Haase fordert, diese Aktivitäten zu stoppen und „dafür zu sorgen, dass die Neugestaltung und Wiedereröffnung der Luisengedenkstätte baulich ohne die geringste Zerstörung der denkmalgeschützten Räume erfolgt.“ Es wirft den Verantwortlichen zudem die Verschwendung von Steuer- und Spendengeldern sowie Vereinsbeiträgen vor.