Mit Posaunen und Trompeten:

Strelitzer machen sich stark für ihre Musikschule

Großer Auflauf auf dem Neustrelitzer Marktplatz. Mit einer spontanen Aktion haben gut 150 Menschen auf die Situation der Musikschule aufmerksam gemacht. Die Honorarlehrer haben zwar neue Verträge, aber die Kuh ist wohl noch nicht vom Eis, hieß es.

Musikalischer Flashmob auf dem Neustrelitzer Marktplatz: Die Residenzstädter zeigen so ihre Verbundenheit mit der Musikschule.
Marlies Steffen Musikalischer Flashmob auf dem Neustrelitzer Marktplatz: Die Residenzstädter zeigen so ihre Verbundenheit mit der Musikschule.

Gänsehautatmosphäre auf dem Neustrelitzer Marktplatz. "Thank you for the Music" - der immer noch populäre ABBA-Song erklang aus Hörnern, Trompeten, Posaunen, von Gitarren und Geigen, von Klarinetten und Flöten. Und so mancher sang dieses Danke an die Musik, die aus dem Leben eines Menschen nicht wegzudenken ist, aus vollem Hals mit: Gut 150 Strelitzer haben am Donnerstag mit einem Flashmob - einer mehr oder weniger spontanen Zusammenkunft - auf die Situation der Musikschule Kon. centus aufmerksam gemacht. Lehrer der Musikschule befürchten nach wie vor eine Ausdünnung des Unterrichtsangebotes.

"Die Situation ist immer noch nicht ganz geklärt", sagt Alexandre Müller. Zwar hätten die Honorarkräfte nach der Kündigung ihrer alten Verträge inzwischen neue Verträge bekommen. Es gebe aber immer noch die Befürchtung, dass durch die jetzige Vertragsgestaltung langfristig mit einem Rückgang der zur Verfügung stehenden Unterrichtsstunden zu rechnen ist. Deshalb auch der Flasmob und das musikalische Dankeschön an diejenigen, die Musik machen. Unter den Musikern für ein paar Minuten waren viele Kinder. Aber auch Erwachsene, die in der Musikschule Unterrichtsstunden nehmen. Und manch Urlauber staunte, was ihm in der Mittagsstunde in der Residenzstadt geboten wurde.

Nordkurier digital: Jetzt 6 Wochen zum Sonderpreis testen!