Viehdiebe schlagen wieder zu:

Strelitzer Schafe leben gefährlich

Das passiert ihnen nicht noch mal, haben zwei Tierhalter beschlossen und rüsten auf, um sich ihr Hobby nicht vermiesen zu lassen.

Maik Dobrowald zeigt die zerschnittene Stelle am Weidezaun, wo die Viehdiebe sich Zutritt verschafften.
André Gross Maik Dobrowald zeigt die zerschnittene Stelle am Weidezaun, wo die Viehdiebe sich Zutritt verschafften.

Während das Neustrelitzer Ordnungsamt noch immer nach den Haltern von Hunden sucht, die in Altstrelitz 13 Schafe tot gebissen haben, beschäftigt jetzt ein neuer Fall die Polizei: In einer Kleingartenanlage zwischen Fasanerie und Woldegker Chaussee sind ein Lamm und eine Zippe von einer Weide verschwunden. Die beiden Kamerunschafe wurden offenbar lebend abtransportiert, Blutspuren waren nicht zu entdecken.

Die Tierhalter Maik und Andy Dobrowald glauben nicht an einen Zufall: Hier müsse ein Ortskundiger zugeschlagen haben, denn die Weide liege sehr versteckt. Vier Schafe hatten die Brüder zuletzt, zwei davon glauben sie nun abschreiben zu können. „Die dürften schon in der Tiefkühltruhe oder zu Salami verarbeitet sein.“ 25 bis 30 Kilogramm wiege ein ausgewachsenes Tier. Das lasse sich durchaus einige Meter bis zu einem Auto tragen, zumal die Tiere in eine Art Schockstarre verfallen, wenn sie erst einmal auf dem Rücken liegen.

„Unser Steckenpferd wirft keinen Gewinn ab, wir machen das aus Spaß an der Freude“, sagt Maik Dobrowald. Die Brüder wollen sich durch das Ereignis aber nicht entmutigen lassen. Ein Bock und eine Zippe sind ihnen geblieben, sie wollen nun schnell noch eine Zippe hinzukaufen. Die Weide wird künftig kameraüberwacht.

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