Reingefallen, stecken geblieben, verheddert:

So tierisch sind manche Rettungseinsätze der Strelitzer Wehr

Immer wieder müssen Feuerwehrleute auch in Neustrelitz zu tierischen Einsätzen ausrücken. Und dabei retten sie nicht nur Vierbeiner. Auch ein bunter Vogel hatte es sich in der Höhe wohl anders vorgestellt.

Ein Rehkitz musste die Neustrelitzer Feuerwehr aus einem alten Brunnenschacht retten.
Patrick Seeger/Symbolfoto Ein Rehkitz musste die Neustrelitzer Feuerwehr aus einem alten Brunnenschacht retten.

Das Kitz hatte sich in einem Abwasserschacht vor der Spiegelberg-Ruine verhakelt. Vermutlich war das junge Tier hineingefallen und kam nun aus eigener Hilfe nicht mehr heraus. Ein Fall für die erste Hilfe durch die Freiwillige Feuerwehr Neustrelitz, erinnert sich Wehrführer Holger Brandt. Es war eine von drei Hilfeleistungen für Tiere in Notlagen, sagt Brandt mit Blick auf die Einsatzstatistik des zurückliegenden Jahres. Ein aufmerksamer Bürger hatte das Rehkitz in seiner misslichen Lage entdeckt und die Rettungsleitstelle informiert. Die Feuerwehrleute konnten das Tier befreien. Es schien äußerlich unverletzt.

Glück im Unglück hatte auch eine Katze, die sich ebenfalls selbst in eine ausweglose Lage gebracht hatte. Sie wollte sich offenbar klammheimlich aus der Wohnung davonstehlen und hatte sich das angekippte Fenster als Fluchtweg auserkoren. Der Stubentiger rutschte im Fensterspalt nach unten und blieb dort stecken. Die alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr halfen der Mieze schließlich aus der Klemme. „Eine Sache, die öfter passiert. Katzen versuchen, auf diesem Weg gern ins Freie zu gelangen. Meine Katze hat es auch schon versucht“, sagt Holger Brandt.

Und einem Papagei haben die Neustrelitzer Retter im vergangenen Jahr auch noch aus einer verdaddelten Situation geholfen. Der bunte Vogel hatte sich in den Ästen eines Baumes verheddert und kam nicht mehr weg. Bei Katzen auf Bäumen sind die Feuerwehrleute übrigens gelassen. Wenn eine Katze auf einen Baum hinauf gekommen ist, kommt sie normalerweise auch wieder runter, weiß Holger Brandt. Man müsse ihr nur unten einen gefüllten Fressnapf oder etwas zu trinken hinstellen. Das helfe meistens schon. Lockrufe oder Menschen, die mitleidig nach oben schauen, würden die Tiere hingegen hingegen meistens nicht motivieren, sich von oben wieder herab zu begeben.

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